Flotte von einer Boeing B717-200: Volotea wird zuerst ab Venedig fliegen.

Neuer Billigflieger für Europa

Eine Art Ryanair für regionale Strecken - das wollen die Gründer der spanischen Volotea mit ihrer neuen Airline sein.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Als Hauptsitz haben die beiden Gründer wohl nicht per Zufall Barcelona gewählt. Nicht nur ist die katalanische Metropole ihre Heimat. Vor ein paar Wochen ging hier mit Spanair eine Fluggesellschaft pleite, welche nicht nur die großen Zentren anflog, sondern vor allem auch kleinere Städte miteinander verband. Genau das wollen Carlos Muñoz und Lazaro Ros jetzt mit ihrer neuen Airline Volotea künftig auch tun. Sie wollen kleinere europäische Städte ohne Umsteigen erreichbar machen. in Spanien wären das etwa Bilbao, La Coruña oder Granada. Die großen Drehkreuze wie Madrid Barajas, Paris Charles de Gaulle oder Frankfurt am Main wird die neue Airline meiden.

Dass sie etwas vom Geschäft verstehen, haben Muñoz und Ros schon einmal bewiesen. Sie waren es, welche ursprünglich Vueling gegründet hatten und dort noch heute Minderheitseigner sind. Und so bekamen sie auch trotz Wirtschaftskrise das nötige Kapital von 50 Millionen Euro zur Gründung offenbar problemlos zusammen. Die Investmentfirmen Axis/Credito Official und Corpfin übernehmen gemäß der Nachrichtenagentur Europa Press zusammen 25 Prozent der Aktien, CCMP Capital hält 49 Prozent und die beiden Gründer 26 Prozent. Die Aktionäre sind auch übereingekommen, später nochmals 30 bis 50 Millionen zu investieren - je nach künftigen Resultaten der Airline.

Erstflug ab Venedig

Erstmals abheben wird Volotea am 5. April ab Venedig, wo sich eine erste kleine Basis befinden wird. Als erste Zielmärkte haben die Verantwortlichen Spanien, Italien und Frankreich definiert. «Wir sind sehr zuversichtlich, weil die Krise Kunden preissensitiver macht» sagte Muñoz am Donnerstag (16. Februar) bei einer Medienkonferenz. «Wir setzen auf guten Service und tiefe Preise, um in einem noch unterentwickelten Markt wachsen zu können.» Bis zu 50 Prozent billiger als die bisherigen Anbieter will Volotea sein. Am Anfang rechnet die Airline mit 250 Angestellten.

Beim Start wird Volotea gerade mal eine 125-plätzige Boeing B717-200 als Fluggerät zählen. Sie wird vom amerikanischen Hersteller geleast. Doch über die kommenden Monate sollen nach und nach weitere der Flieger hinzukommen, die seit 2006 nicht mehr hergestellt werden. Dies gab Boeing in einer Medienmitteilung bekannt. Anzahl und Umfang des Vertrages wurde aber nicht offengelegt. Der Deal umfasst aber auch Training und Unterhalt.

Mehr zum Thema

ticker-vueling

Vueling verschiebt Start der Boeing 737 Max erneut

ticker-vueling

Vueling kehrt auf die Strecke Barcelona - Madrid zurück

ticker-vueling

Vueling bietet auf elf Flügen Blick auf die Sonnenfinsternis - auf zwei sogar im totalen Bereich

ticker-vueling

Vueling plant Boeing 737 Max 8-200 auch auf Flügen nach Düsseldorf, Hamburg und München

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier