Crewmitglied von Vueling: Sehr unterschiedliche Anforderungen an Männer und Frauen.

Regeln für Frauen, aber nicht für MännerVueling bekommt Make-up-Strafe aufgebrummt

Die spanische Airline hat viele Make-up- und Kleidungsregeln für Flugbegleiterinnen - aber fast keine für das männliche Kabinenpersonal. Das hat nun Folgen für Vueling.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Es ist nicht viel Geld für ein großes Unternehmen wie eine Fluggesellschaft, aber es ist eine Entscheidung mit Signalwirkung. Laut Informationen der Zeitung El Periodico brummt die katalanische Arbeitsaufsichtsbehörde der Airline Vueling eine Strafe in Höhe von 30.000 Euro auf. Der Grund: Diskriminierung bei den Regeln fürs Kabinenpersonal.

Demnach gilt für männliche Flugbegleiter lediglich die Vorschrift, dass sie ein «sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild» haben müssen. Weibliche Mitglieder der Kabinencrews müssen dagegen eine Vielzahl spezifischer Vorschriften einhalten.

Gewerkschaft bekommt recht

So müssen Vuelings Flugbegleiterinnen etwa Schuhe mit fünf bis acht Zentimeter hohen Absätzen tragen. Sie müssen Make-up im eigenen Hautton auftragen und schwarze Wimperntusche verwenden. Wimpernverlängerungen von «künstlicher Länge oder künstlichem Aussehen» sind verboten, ebenso Lidschatten, der nicht hellgrau oder hellbraun ist. Lippenstift ist nur in «zurückhaltenden» Farbtönen erlaubt.

Schuh- oder Make-up-Regeln für die männlichen Kollegen gibt es dagegen keine. Die Arbeitsaufsichtsbehörde erklärt daher, dass Vueling ihr Unternehmensimage auch auf «ausgewogenere Weise» erzielen könne, ohne fundamentale Rechte des Personals zu beeinträchtigen. Sie gab damit der Kabinenpersonal-Gewerkschaft Stavla recht, welche Beschwerde eingereicht hatte.

Viele Airlines lockern die Regeln

Vueling erkläre, man arbeite bereits an einem neuen Styleguide und an einem integrativen Leitbild. Dabei würden auch die Vorschläge der Besatzungen einfließen.

In den vergangenen Jahren haben bereits viele Fluggesellschaften die Regeln für ihre Kabinencrews gelockert. Beispielsweise schaffte Virgin Atlantic die Make-up-Pflicht bereits 2019 ab, Swiss erlaubte Frauen 2021 Schnürschuhe und Männern Frisuren wie Undercut und Dutt, Condor und Eurowings Discover gestatten seit 2022 allen Crewmitgliedern Nagellack und sichtbare Tattoos.

Mehr zum Thema

Auch Azul lässt Tattoos und Piercings zu und erlaubt Nagellack auch für Männer

Auch Azul lässt Tattoos und Piercings zu und erlaubt Nagellack auch für Männer

Condor zieht nach: Tattoos und Nagellack für Männer erlaubt

Condor zieht nach: Tattoos und Nagellack für Männer erlaubt

Alle tragen, was sie wollen: Neue Regeln bei Alaska Airlines.

Alaska Airlines löst Geschlechternormen auf

ticker-spanien

Unbefristeter Streik der Flugsicherung in Spanien: Diese Flughäfen sind betroffen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack