Flieger am Flughafen Lübeck: Künftig mit Heimairline?

Neue deutsche Regionalairline

Ein Unternehmer plant die Gründung einer Fluglinie mit Basis in seiner Stadt. Luebeck Air soll unter anderem nach Amsterdam, Frankfurt und Zürich fliegen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

40 Millionen Euro Schulden sind am Flughafen Lübeck aufgelaufen. Die Stadt als Eigentümerin des chronisch defizitären Airports sah sich deshalb schon fast gezwungen, ihn zu schließen. Doch nun gibt es gleich vier Interessenten für eine Übernahme des Betriebs sowie Teilen des Geländes. Die Schulden bleiben zwar bei der Kommune und die privaten Eigner erhalten erst noch rund vier Millionen Euro zum Start ausbezahlt. Doch dafür müssen sie den Ausbau in den nächsten Jahren finanzieren, welcher rund 15 Millionen kosten soll. Und sie müssen der Stadt über die 15 Jahre Laufzeit des Vertrages eine Pacht bezahlen. «Das ist das Signal, dass der Flughafen eine gute Perspektive hat», sagte Bürgermeister Bernd Saxe in den Lübecker Nachrichten.

Neben der Düsseldorfer Finanzfirma SBC Restrukturierung & Investments, dem deutsch-ägyptischen Investor Mohamad Rady Amar interessieren sich auch die Familienholding Birr von Bismarck sowie der Unternehmer Winfried Stöcker für den Flughafen Lübeck. Dem Besitzer des Labordiagnostika-Herstellers Euroimmun wurden aber kaum mehr Chancen eingeräumt. Doch kurz vor dem Entscheid des Stadtparlaments für einen Kandidaten tat Stöcker sich nun mit Birr von Bismarck zusammen. Die Familienholding will künftig den Flughafen betreiben, der Unternehmer selbst mit einer neuen Airline für Mehrverkehr sorgen.

Zwei Flugzeuge

Die Pläne für die neue Fluggesellschaft scheinen bereits recht konkret. «Wir wollen zwei Flugzeuge kaufen oder leasen» so Stöcker in den Lübecker Nachrichten. Geplant wird mit zwei Maschinen mit 30 und 70 Plätzen. Luebeck Air, so der Name der Fluglinie, will im Inland etwas nach Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und München fliegen, im Ausland plant sie Amsterdam, Kopenhagen und Zürich zu bedienen. Das Baltikum, Polen und Norditalien wurden als weitere Ziele ausgemacht. Stöcker will den Schritt nicht alleine machen, sondern mit anderen Investoren. Er sei von einigen Privatleuten und Unternehmern aus der Region angesprochen worden, die sich finanziell beteiligen wollen, erklärte er dem Blatt.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg