Flieger am Flughafen Lübeck: Künftig mit Heimairline?

Neue deutsche Regionalairline

Ein Unternehmer plant die Gründung einer Fluglinie mit Basis in seiner Stadt. Luebeck Air soll unter anderem nach Amsterdam, Frankfurt und Zürich fliegen.

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40 Millionen Euro Schulden sind am Flughafen Lübeck aufgelaufen. Die Stadt als Eigentümerin des chronisch defizitären Airports sah sich deshalb schon fast gezwungen, ihn zu schließen. Doch nun gibt es gleich vier Interessenten für eine Übernahme des Betriebs sowie Teilen des Geländes. Die Schulden bleiben zwar bei der Kommune und die privaten Eigner erhalten erst noch rund vier Millionen Euro zum Start ausbezahlt. Doch dafür müssen sie den Ausbau in den nächsten Jahren finanzieren, welcher rund 15 Millionen kosten soll. Und sie müssen der Stadt über die 15 Jahre Laufzeit des Vertrages eine Pacht bezahlen. «Das ist das Signal, dass der Flughafen eine gute Perspektive hat», sagte Bürgermeister Bernd Saxe in den Lübecker Nachrichten.

Neben der Düsseldorfer Finanzfirma SBC Restrukturierung & Investments, dem deutsch-ägyptischen Investor Mohamad Rady Amar interessieren sich auch die Familienholding Birr von Bismarck sowie der Unternehmer Winfried Stöcker für den Flughafen Lübeck. Dem Besitzer des Labordiagnostika-Herstellers Euroimmun wurden aber kaum mehr Chancen eingeräumt. Doch kurz vor dem Entscheid des Stadtparlaments für einen Kandidaten tat Stöcker sich nun mit Birr von Bismarck zusammen. Die Familienholding will künftig den Flughafen betreiben, der Unternehmer selbst mit einer neuen Airline für Mehrverkehr sorgen.

Zwei Flugzeuge

Die Pläne für die neue Fluggesellschaft scheinen bereits recht konkret. «Wir wollen zwei Flugzeuge kaufen oder leasen» so Stöcker in den Lübecker Nachrichten. Geplant wird mit zwei Maschinen mit 30 und 70 Plätzen. Luebeck Air, so der Name der Fluglinie, will im Inland etwas nach Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und München fliegen, im Ausland plant sie Amsterdam, Kopenhagen und Zürich zu bedienen. Das Baltikum, Polen und Norditalien wurden als weitere Ziele ausgemacht. Stöcker will den Schritt nicht alleine machen, sondern mit anderen Investoren. Er sei von einigen Privatleuten und Unternehmern aus der Region angesprochen worden, die sich finanziell beteiligen wollen, erklärte er dem Blatt.

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