Aquaedukt in Nimes: Die Stadt erhält Regionalflüge.

L'OdysseyNeue Airline plant Flüge von Südfrankreich nach Genf und Zürich

Eigentlich hat Frankreich viele Inlandsflüge verboten. Dennoch gibt es Orte, die über Schiene und Straße nur schlecht angebunden sind. Die virtuelle Schweizer Airline L'Odyssey will das nun nutzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eine Touristenhochburg ist Nîmes nicht. Und das, obwohl die Stadt im Süden von Frankreich viel zu bieten hat. So ist sie etwa für ihre gut erhaltenen römischen Monumente bekannt, wie zum Beispiel den Aquädukt Pont du Gard. Kein Wunder, war sie doch im römischen Reich ein wichtiger Außenposten. Inzwischen hat sie an internationaler Bedeutung verloren. Dennoch sieht ein Luftfahrtunternehmen dort Chancen.

L'Odyssey hat die Konzessionen für Flüge ab der Stadt in Okzitanien zwischen Mai und September 2025 erhalten. Dafür hat die virtuelle Schweizer Regionalairline sich eine ATR 72-600 beschafft, schreibt das Portal Journal de L'Aviation berichtet. Sie soll in Nîmes stationiert werden und sieben Strecken ab der Stadt sowie ab Tours in Betrieb nehmen: Nîmes – Barcelona, ​​​​Nîmes – Genf – Verona, Nîmes – Nizza – Mailand, Nîmes – Bastia, Nîmes – Ajaccio und Tours – Bastia und Tours - Ajaccio.

Auch Rom oder Zürich in Planung

Einerseits sollen die Flüge den regionalen Tourismus ankurbeln. Andererseits erhoffen sich die Betreiber aber auch, Menschen aus der Region mehr Möglichkeiten zu bieten. Das gelte nicht nur für regionale Flüge, sondern auch für internationale Umsteigeflüge, etwa ab Barcelona oder Mailand. Ergeben haben sich die Ziele laut den Betreibern aus Umfragen unter potenziellen künftigen Gästen und den Gemeinden. Die Buchung startet laut Countdown auf der Unternehmenswebseite in 23 Tagen.

L'Odyssey ist ein Projekt des Infrastrukturunternehmens Edeis und der Luftfahrt-Beratungsfirma Jet Airlines aus der Schweiz. «Nach einem ersten Erfolg im Sommer besteht das Ziel darin, bestimmte Strecken aufrechtzuerhalten und möglicherweise in den kommenden Monaten und Jahren weitere zu eröffnen», so Jet-Airlines-Gründer Clément Pellistrandi, zu Journal de L'Aviation. Bei L'Odyssey denkt an denn auch bereits laut über viele weitere Ziele nach, etwa Nantes, Rom, Straßburg oder Zürich.

Nicht gut mit der Schiene angebunden

In Frankreich gilt eigentlich ein Verbot für Inlandsflüge, deren Strecke mit einer Zugfahrt von 2,5 Stunden oder weniger machbar wäre. Mit dem ausgebauten Hochgeschwindigkeitszugsnetz im Land ist darum nicht mehr viel möglich. Dennoch gibt es auch immer noch viele Ziele, die mit der Schiene nicht besonders gut angebunden sind - ebenso wenig wie mit dem Auto. Nîmes gehört dazu. Für die rund 280 Kilometer nach Nizza etwa braucht man mit dem Zug über vier und mit dem Auto über drei Stunden.

Auch am Flughafen Nîmes freut man sich. Der wird aktuell hauptsächlich von Ryanair bedient. Auf der Internetseite kündigt er die neue Airline bereits an.

Mehr zum Thema

Jetzt sind Kurzstreckenflüge in Frankreich verboten

Jetzt sind Kurzstreckenflüge in Frankreich verboten

Flieger von Smartwings am Flughafen Palermo: Die italienische Regierung setzt Höchstpreise fest.

Frankreich will Minimal-, Italien Maximalpreise für Flugtickets

Die Österreichischen Bundesbahnen bauen das Nachtzugangebot aus: Der ehemalige Schweizer Bahn-Chef fordert ein neues Konzept für die Verbindungen.

Sind Nachtzüge gar nicht so klimafreundlich?

ticker-schweiz

Ausstellung «Phantastische Flugobjekte» startet in Luzern

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies