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Sicherheit

Nepal freut sich zu früh über Streichung von EU-Liste

Weil Brüssel das asiatische Land lobte, glaubten Regierungsvertreter bereits, dass Nepal von der Schwarzen Liste gestrichen würde. Doch die EU verlangt mehr Fortschritte.

aeroTELEGRAPH

Ramechhap Airport in Nepal: Die Sicherheit im Lane lässt zu wünschen übrig.

Ausländische Besucherinnen und Besucher gehören neben der Entwicklungshilfe und den Überweisungen von Bürgern im Ausland zu den wichtigsten Devisenquellen Nepals. Tourismusminister Yogesh Bhattarai freute sich deshalb riesig, als er das Lob der Europäischen Union hörte. «Die EU ist sich des Fortschritts bewusst, den Nepal bei der Flugsicherheit und der Einführung des neuen Zivilluftfahrtgesetzes im Parlament erzielt hat», teilte er Anfang Dezember mit.

Sein Land werde deshalb wohl schon bald von der Schwarzen Liste gesperrter Fluggesellschaften der EU gestrichen, so der Politiker. Doch der Minister freute sich zu früh. Die Verabschiedung des Gesetzes sei wichtig, reiche aber nicht aus. Zwingend sei, dass die Zivilluftfahrtbehörde aufgeteilt werde. Die Civil Aviation Authority of Nepal muss den Aufsichts- vom Dienstleistungsteil trennen, wie die Zeitung Kathmandu Post schreibt.

784 Menschen starben in Nepal bei Unfällen

Das Land steht seit 2013 auf der Sperrliste der EU. Keine nepalesische Fluggesellschaft darf seither in die Europäische Union fliegen. In Nepal gab es gemäß Aviation Safety Network seit 1919 insgesamt 39 Flugzeugunglücke mit Toten. Dabei starben 784 Menschen. Die Unfälle häufen sich seit 1990 merklich – und damit in einer Periode, in der die Unfälle weltweit rückläufig sind.



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