Flughafen Lukla in der Himalaya-Region: Heikle Anflüge, schwieriges Wetter.

«Viele Airlines sind nachlässig»

Nepals Fluglinien nähmen es mit der Sicherheit nicht so genau, die Behörden mit der Kontrolle, findet Luftfahrtexperte Gandhi Pandit.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Der Absturz einer Dornier Do228 von Agni Air beim Anflug auf den Gebirgsflughafen Jomsom von letztem Montag forderte 15 Menschenleben. Schuld ist nach heutigen Erkenntnissen offenbar ein Pilotenfehler. Es ist nur der letzte in einer ganzen Serie von tödlichen Zwischenfällen in Nepal. In den letzten zweieinhalb Jahren starben über 70 Menschen bei Flugunfällen. aeroTELEGRAPH wollte vom auf Luftfahrtrecht spezialisierten nepalesischen Wirtschaftsanwalt Gandhi Pandit wissen, warum es im Himalaya-Land denn zu so einer Häufung an Flugzeugunglücken kommt.

Als Außenstehender bekommt man das Gefühl, dass Fliegen in Nepal eine unsichere Sache ist.

Gandhi Pandit: Das kann man so generell nicht sagen. Wahr ist, dass es in den letzten zwei Jahren zu einer ganzen Reihe an Abstürzen kam.

Gibt es einen gemeinsamen Nenner zwischen diesen Unfällen?

Pandit: Ja. Alle Abstürze betrafen kleinere Turboprop-Maschinen von privaten Airlines. Die meisten Unglücke geschahen in abgelegenen Gegenden in den Bergen, wo eine Wettervorhersage unmöglich ist.

Spielen denn die schwierigen geographischen Begebenheiten wie extreme Höhe, enge Täler, schwieriges Wetter eine Rolle?

Pandit: Sie spielen keine große Rolle. An den Unfällen ist eher die Nachlässigkeit vieler Airlines in Bezug auf die Sicherheit schuld.

Woher rührt diese Nachlässigkeit?

Pandit: In den letzten zwanzig Jahren nach der Deregulierung des nepalesischen Luftfahrtmarktes sind zu viele Fluggesellschaften entstanden. Sie wollen alle die gleichen Piloten anwerben. Doch es fehlt an genug Kandidaten mit einer guten Ausbildung.

Sind denn die nepalesischen Sicherheitsstandards auf der Höhe der Zeit?

Pandit: Die Gesetze und Vorschriften sind absolut zeitgemäß. Aber die Überwachung und Durchsetzung durch die Civil Aviation Authority of Nepal ist nicht konsequent und generell schwach - das höre ich aus internen Kreisen.

Was braucht es, um Fliegen in Nepal wieder sicherer zu machen?

Pandit: Die Civil Aviation Authority of Nepal muss gestärkt und die Kontrollen müssen verschärft werden. Man muss überprüfen, ob die Revisionen und der Unterhalt der Flieger und der Motoren auch wirklich korrekt durchgeführt wird oder nicht. Wer gegen Regeln verstößt, muss bestraft werden. Das würde helfen, die Unfallhäufigkeit zu reduzieren.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack