Boeing 737 Max von Southwest: Eine Änderung steht an.

Nach Lion-Air-AbsturzSouthwest Airlines rüstet Boeing 737 Max auf

Der weltgrößte 737-Max-Betreiber lässt seine Flieger mit einer zusätzlichen Anzeige ausstatten. Die Piloten sollen damit falsche Sensordaten umso schneller bemerken.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 von Lion Air im Oktober gehen die Ermittler in Indonesien davon aus, dass die Tragödie ihren Anfang durch falsche Daten eines Anstellwinkel-Sensors (im Englischen angle of attack sensor) nahm. Mit Southwest Airlines lässt nun der weltweit größte 737-Max-Betreiber nun seine 737 Max aufrüsten, wie das Fachmagazin The Air Current berichtet.

Dabei geht es um die Anzeige der Sensordaten. Bisher werden die 737-Piloten von Southwest dem Bericht zufolge durch ein Warnlicht auf falsche Sensordaten aufmerksam gemacht. Zum anderen seien rund 80 Prozent der Flieger von Southwests 737-Flotte mit sogenannten Head-Up-Displays ausgestattet, welche die Piloten optional nutzen können und welche die Sensordaten anzeigen. Eine permanente Anzeige der Anstellwinkel-Sensor-Daten auf den Hauptdisplays gibt es bei der Fluggesellschaft bisher nicht.

Wie war der Lion-Air-Jet ausgestattet?

Das soll sich nun ändern, wie die Fluglinie gegenüber dem Magazin bestätigte. In den 737 Max, die ab Ende Dezember an Southwest geliefert werden, wird eine entsprechende Anzeige aktiviert sein. Dass die Fluglinie auch ihre aktuellen Max-Flieger nachrüsten lassen wird, ist bisher nur eine Vermutung. Southwest hat 280 Boeing 737 Max bestellt, 26 wurden bis Ende Oktober bereits ausgeliefert.

Ein Sprecher von American Airlines sagte gegenüber The Air Current, die 737 der vorherigen Generation NG seien bei seiner Fluglinie bereits seit den späten 1990er-Jahren mit entsprechenden Anzeigen ausgestattet, ebenso auch die neuen 737 Max. Ob die Maschine von Lion Air ebenfalls damit ausgerüstet war, ist nicht bekannt. Das Magazin zweifelt jedoch daran. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet zudem, dass der Flieger auch nicht mit einem Warnlicht ausgestattet gewesen sein soll wie die 737 Max von Southwest Airlines.

Mehr zum Thema

Taucher an der Unglücksstelle von Flug JT610: Sie halten weiterhin nach der zweiten Black Box Ausschau

Boeing 737 Max von Lion Air war «nicht flugtauglich»

Boeing 737 Max: Der Flugzeugbauer widerspricht den indonesischen Ermittlern.

Boeing kritisiert Bericht zu Unglücksflug JT610

Mutig zeigte sich letzten Herbst auch Southwest Die größte Billigairline der Welt veränderte ihren Auftritt markant. Der Wechsel wurde gut aufgenommen.

Southwest muss 34 Boeing 737 grounden

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies