Die Pläne für die S-Bahn München am Flughafen: Überwerfungsbauwerk (links) und Verlängerung nach Schwaigerloh.

Zuverlässigere S-BahnMünchen baut für bessere S-Bahn-Anbindung

Der zweitgrößte deutsche Flughafen bekommt einen verbesserten Bahnanschluss. Bayern und die Deutsche Bahn bauen in den kommenden sechs Jahren, damit S-Bahnen zum Flughafen München zuverlässiger werden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das Projekt nennt sich Überwerfungsbauwerk. Hinter dem sperrigen technischen Begriff versteckt sich ein mehrjähriges Bauvorhaben zur Verbesserung des Bahnanschlusses des Flughafens München. Das Angebot solle dadurch für Bahnreisende «leistungsfähiger, robuster und zukunftsfähig» werden, so das Bayerische Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr in einer Mitteilung vom Montag (28. November).

Dabei wird zuerst ein elektronisches Stellwerk für den Stellbereich München Flughafen gebaut. Es soll spätestens 2025 in Betrieb gehen. Daneben bauen Bayern und die Deutsche Bahn als Betreiber der S-Bahn München ein tunnelartiges Bauwerk westlich des Flughafens. Es hilft dabei, dass die Züge der Linien S1 und S8, die dort zusammenlaufen, künftig ohne gegenseitige Behinderung verkehren können. Die Eröffnung ist für 2028 geplant.

Viele Projekte, aber etwas fehlt noch

Das Projekt sei ein wichtiger Baustein für die bessere Schienenanbindung des Münchner Flughafens, so die Partner. Ende 2018 habe man die 100 Millionen Euro teuere Neufahrner Kurve in Betrieb genommen, die Regionalzügen aus Nordostbayern einen direkten Zugang zum Airport ermöglicht. Der Flughafen München hat selbst für 115 Millionen Euro einen Bahntunnel auf seinem Gelände gebaut, durch den künftig die Bahnverbindung Richtung Osten laufen wird.

Kürzlich wurde auch der Bau der S-Bahn-Verlängerung Richtung Osten im Abschnitt Flughafen bis Schwaigerloh in Angriff genommen. Aber etwas fehlt dem Flughafen auch dann noch: Der Anschluss ans Fernverkehrsnetz der Bahn. «Wir haben mit Lufthansa eine Task Force aufgesetzt und uns des Themas intensiv angenommen, auch mit den politischen Entscheidern und relevanten Planern. Wir haben klar kommuniziert, dass wir den Fernbahnanschluss und den Deutschlandtakt haben wollen», sagte Flughafenchef Jost Lammers vergangenes Jahr im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Die Bahnanbindung der Flughafens ist schon immer ein komplexes Thema. Das zeigte vor 20 Jahren bereits eine berühmte Rede des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber:

Mehr zum Thema

Joost Lammers: «Für kürzere Strecken werden wir Batterie-Strom getriebene Flugzeuge sehen».

«Dritte Piste für München weiterhin langfristige Option»

Boeing 777 von Eva Air: Zum Erstflug setzte die Airline noch einen größeren Jet ein.

Warum Eva Air München als neues Ziel wählte

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier