Bildschirme im Cockpit: Sind alle berührungssensitiv.

Boeing 777XMit diesen Dingen will Boeing die Arbeit im Cockpit der 777X erleichtern

2025 nimmt die erste Airline den Langstreckenjet in Betrieb. Was bietet die 777X Pilotinnen und Piloten? Boeing nennt einige Details zum Cockpitinterieur.

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Das Flugzeug hat mehrere Jahre Verspätung. Ursprünglich plante Boeing, die erste 777X im Jahr 2017 an den Kunden zu übergeben. Inzwischen ist klar, dass dies erst im Jahr 2025 passieren wird.

Trotz acht Jahren Verspätung wird der neue Langstreckenflieger mit Innovationen aufwarten. Das werden auch die Passagierinnen und Passagiere spüren, wenn sie erstmals in eine Boeing 777X treten, etwa bei Lufthansa. So sind die Wände der Gepäckfächer neu konkav statt konvex, dadurch bekommt man ein besseres Raumgefühl.

Höhere gelegte Fenster, geräumigerer Eingangsbereich

Oder die Fenster sind rund sechs Zentimeter weiter oben angebracht. Dadurch können auch Reisende in der Mitte der Kabine Blicke nach außen werfen - zumindest auf den Himmel. Zudem sind die Fenster deutlich größer als in den Boeing 777-300 ER. Auch der Eingangsbereich ist viel geräumiger gestaltet.

Doch nicht nur die Reisenden werden von Neuerungen profitieren, sondern auch die Pilotinnen und Piloten. In einem hauseigenen Magazin hat der Flugzeugbauer jetzt einige näher vorgestellt. Trug das Cockpitpersonal früher viel Papier und Manuals mit sich herum, setzen heute viele Airlines auf das sogenannte Electronic Flight Bag. Dabei handelt es sich um ein Tablet, das alle wichtigen Informationen zum Flug speichert - von Wetterinfos bis zur Beladungsliste.

Alle Informationen auf einem Display

Für diese Tablets braucht es eine Halterung. Sie müsse das Gerät sicher in Reichweite des Piloten und in stabiler Position halten, so Boeing. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Fluglinien verwenden unterschiedliche Geräte. Deshalb mussten die Ingenieure des Flugzeugbauers verschiedene Optionen entwerfen. Die einfachste ist ein Schlitz, in den das Tablet gestellt werden kann.

Schlitz zur Sicherung Verwahrung von Tablets mit den Flugdaten. Bild: Boeing

Die Informationen ihrer Tablets können die Pilotinnen und Piloten im Cockpit auf die Bildschirme übertragen. Dazu dient das sogenannte Crew Information Gateway oder kurz CIG. So könnten sie alle Informationen auf einem einzigen Display erfassen, so Boeing.

Reaktion auch bei Handschuhen und Stift

Zudem erhöhe das auch die Sicherheit. «Die Besatzungsmitglieder müssen sich nicht bewegen, um einen zweiten Bildschirm zu sehen oder darauf zuzugreifen, ein anderes Gerät zu berühren oder zu handhaben oder zu riskieren, dass ein nicht montiertes Gerät herunterfällt.»

Die Bildschirme im Cockpit in der Boeing 77X sind alle berührungssensitiv, wie sie das etwa auch im Airbus A350 oder A330 Neo sind.  Pilotinnen und Piloten sie deshalb viel einfacher bedienen. «Die Besatzungen arbeiten viel besser mit den Touchscreens», so Boeing. Die neuen Bildschirme könnten auch  mit Handschuhen oder einen Stift bedient werden.

Spezielle Anzeige für Flügelspitzen der Boeing 777X

Einen ganz neuen Schalter musste Boeing zudem erfinden, weil die 777X eine Novität aufweist. Ihre Flügelspitzen sind klappbar. Dafür braucht es im Cockpit einen Hebel. Er ist in der Mitte über den Köpfen des Cockpitpersonals angebracht. Und er hat - wie das in der Luftfahrt aus Sicherheitsgründen oft gemacht wird - die Form eines Winglets, damit er umgehend erkannt wird.

Schalter zum Aus- und Einfahren der Flügelspitzen. Bild: Boeing

Mit der Betätigung des Schalters ist es aber nicht getan. Vom Cockpit aus können die Besatzungsmitglieder die Position der Flügelspitzen nicht sehen. Deshalb gibt es auf den Bildschirmen eine Anzeige mit Signalfarben, der anzeigt, wann die Flügelspitze ausgefahren oder eingeklappt ist.

Bessere Polster, mehr Stützen

Dem Cockpitpersonal besonders gefallen dürfte der neu gestaltete Sitz. Er wurde zusammen mit Hersteller Ipeco entworfen. Sie haben eine Lendenwirbelstütze, eine verstellbare Sitzneigung, Seitenpolster und Oberschenkelstützen, die verstellt werden können.

Die neuen Pilotensitze. Bild: Boeing

Daneben haben die Sitze der Pilotinnen und Piloten breitere, ausziehbare Armlehnen und geformte Kopfstützen, die vertikal und horizontal verstellt werden können. Vor allem eines hätten sich die Nutzer immer und immer wieder gewünscht, so Boeing: weicheren Sitzkissen. Und die gibt es in der 777X.

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