Airbus A321 Neo von MEA (hier bei der Auslieferung 2020): Derzeit am Boden.

VersicherungenMiddle East Airlines muss Flugplan und Flotte zusammenstreichen

Die libanesische Nationalairline muss ihren Betrieb deutlich herunterfahren. Den Versicherungen von Middle East Airlines MEA ist das Kriegsrisiko zu groß geworden.

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Vorsorglich in die Türkei: Aus Sorge über eine mögliche Ausweitung des Konflikts zwischen Israel und der Hamas auf den Libanon, brachte Middle East Airlines MEA Mitte Oktober vier ihrer Flugzeuge unbefristet nach Istanbul in Sicherheit. Ein weiteres soll folgen. Die anderen Flieger von MEA würden normal weiterfliegen, sagte ein Sprecher der libanesischen Nationalairline dazu.

Das ändert sich jedoch. MEA-Chef Mohammad el-Hout kündigte laut libanesischen Medien an, dass sich am Sonntag (22. Oktober) Versicherungsbedingungen aufgrund des gestiegenen Kriegsrisikos geändert haben. Als Folge müsse sein Fluggesellschaft ab dieser Woche bis zur Hälfte ihres Flugplanes streichen und die aktive Flotte auf nur noch sieben oder acht Flugzeuge verkleinern.

Airbus A321 Neo fliegen nicht mehr

aeroTELEGRAPH schaute sich am Montag (23. Oktober) die Flotte und ihre Flüge beim Flugverfolgungsdienst Flightradar an. Es wird deutlich: MEA verzichtete zuerst auf ihre Airbus A321 Neo. Von insgesamt neun Maschinen standen drei schon seit dem 13. beziehungsweise 15. Oktober in Istanbul. Die sechs weiteren wurden zuletzt am Samstag (21. Oktober) bewegt. Zwei stehen nun in Beirut, zwei in Larnaca, einer in Paris und einer in Amman, wohin er aus Riyadh kommend umgeleitet wurde, statt nach Beirut zu fliegen.

Von den neun aufgelisteten A320 sind sieben auch am Montag aktiv. Nur einer flog zuletzt am Sonntag und steht nun Amman, einer zuletzt am Samstag und befindet sich seitdem in Kuwait City. Von den vier Airbus A330-200 der Airline befindet sich einer seit dem 13. Oktober in Istanbul. Einer steht seit Samstag in Larnaca, zwei sind am Montag unterwegs.

Flugplan wird laufend angepasst

Middle East Airlines veröffentlicht ab sofort auf ihrer Webseite für jeden Tag einen angepassten Flugplan. Für Montag gestrichen sind neun Umläufe, also 18 Flüge zwischen Beirut und Istanbul, Amann, Baghdad, Jeddah, Kuwait, Abu Dhabi, Dubai (zwei Umläufe) sowie Doha. Für Dienstag (24. Oktober) stornierte die Fluggesellschaft bisher sieben Umläufe zwischen Beirut und London, Athen, Istanbul, Amann, Erbil, Riyadh sowie Dubai.

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