Präsidenten-Dreamliner: Bald wieder ein fester Job?

Militärgeführte Fluggesellschaft Mexikos Präsidenten-Dreamliner soll für neue Nationalairline fliegen

Wird Mexicana wiederbelebt? Der mexikanische Präsident bestätigt Pläne, eine militärgeführte Airline zu gründen. So etwas gab es anderswo schonmal.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Mexikos linksnationaler Präsident Andrés Manuel López Obrador hat schon für einige Luftfahrtnews gesorgt. So gab er etwa nach der Wahl bekannt, den neuen Flughafen von Mexiko City nicht mehr zu bauen, stattdessen aber eine günstige Alternative auf einem Militärflughafen zu errichten. Seit über zwei Jahren versucht seine Regierung zudem, den Präsidenten-Dreamliner zu verkaufen, den sein Vorgänger erstand - erfolglos.

Jetzt findet das Flugzeug eine neue Aufgabe. Wie der Präsident am Dienstag (4. Oktober) bekannt gab, gründet seine Regierung eine neue Nationalairline. Betreiben wird sie das Militär des Landes, das unter López Obrador immer mehr an Macht gewonnen hat.

Mexikos Präsidentenjet: Bald mit neuer Aufgabe? (Foto: Globaljet)

Der Präsident hat die Streitkräfte bereits mit dem Bau von Zügen und Flughäfen, der Strafverfolgung auf Bundesebene und einer Vielzahl anderer Aufgaben betraut, die von der Überwachung der Impfstoffverteilung bis hin zur Anpflanzung von Bäumen für Forstwirtschaftsprogramme reichen.

Start mit zehn Maschinen

Mit zehn geleasten Flugzeugen - und der Präsidentenmaschine - soll die neue Fluggesellschaft im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen. Man prüfe jetzt die finanziellen Bedingungen. Ein Start 2023 sei «sehr wahrscheinlich», so der Präsident laut der Nachrichtenagentur AP.

Auch eine Idee für einen Namen hat er schon – Mexicana könnte die Fluggesellschaft heißen. Damit könnte die 2010 pleite gegangene teilweise staatliche Fluggesellschaft nach Dutzenden Wiederbelebungsgerüchten tatsächlich wieder abheben.

Airbus A318 in Mexicana-Farben: Die Fluglinie stellte 2010 den Betrieb ein. (Foto: Airbus)

Die 1921 gegründete Mexicana, war nicht nur eine traditionsreiche, sondern auch eine einigermaßen große Fluggesellschaft. Zum Zeitpunkt des Betriebsstopps 2010 bestand die Flotte aus rund 65 Flugzeugen: Airbus A318, A319 und A320 für die Kurz- und Mittelstrecke sowie Airbus A330 und Boeing 767 für die Langstrecke.

In Bolivien scheiterte die Militärairline

Es ist nicht das erste Mal, dass das Militär eines Landes eine Nationalairline führen soll. In Bolivien flog lange TAM Transporte Aéreo Militar auf unterversorgten ländlichen Strecken. Irgendwann trat die staatliche Fluggesellschaft, die mit einer museumsreifen Flotte unterwegs war, auch in Konkurrenz mit privaten Anbietern auf viel beflogenen Strecken.

Boeing 727 von TAM: Die Flotte war museumsreif. (Foto: TAM)

Inzwischen gibt es die Airline nicht mehr. 2018 stellte sie den Betrieb ein. Anfang 2019 erhielt die Fluggesellschaft die Genehmigung, den Flugbetrieb wieder aufzunehmen, scheiterte jedoch daran, eine Betriebsgenehmigung von der Luftfahrtbehörde zu erhalten, was dazu führte, dass sie den Betrieb am 23. September 2019 wieder einstellte.

Mehr zum Thema

Hauptsitz von Mexicana: Neue Pläne.

Mexicana vor dem Neustart

Flieger von Mexicana: unsicheres Ziel.

Mexicana: Mysteriöse «Schweizer»

Bolivien baut Armee-Airline um

Bolivien baut Armee-Airline um

ticker-boeing-1

Boeing führt neues Pilotentrainingssystem in Thailand ein

Video

Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg