Sonnenaufgang in Antalya: Russinnen und Russen sollen unvermindert an die türkische Riviera reisen.

RusslandMehr Türkei-Flüge sollen soziale Spannungen verhindern

Die Preise für Flüge von Russland in die Türkei sind so hoch wie nie. Die Länder verhandelten deshalb über zusätzliche Flüge. Dabei gibt es aber ein Problem.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Die Preise sind erschwinglich, der Service ist ausgezeichnet und das Meer ist sechs Monate lang warm.» So wirbt ein russisches Reisebüro für Urlaub in der Türkei. Das Land ist für die Branche ein Goldesel. Sieben Millionen Russinnen und Russen besuchten es 2019 und sorgten so für sichere Einnahmen.

Doch das Geschäft ist gefährdet. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit ausgelöst. Zugleich sind die Ticketpreise wegen ausfallender Flüge massiv angestiegen. Zwischenzeitlich zahlte man für einen Flug von Moskau nach Antalya 100.000 Rubel oder umgerechnet 1600 Euro, inzwischen liegen die Preise bei 400 bis 650 Euro. Das ist Gift für die Reisebranche.

Russland verlangte von der Türkei eine Garantie

Das wollen die Türkei und Russland ändern. Während die türkische Seite um Einnahmen bangt, fürchtet sich die russische vor sozialen Spannungen, sollten ihre Bürger nicht mehr in der Wärme Urlaub machen können, wie die Zeitung Kommersant schreibt. Deshalb verhandelten die Luftfahrtbehörden der beiden Staaten in den vergangenen Wochen über zusätzliche Flüge.

Doch dabei gibt es ein Problem: Russland verlangte von der Türkei eine Garantie, dass russische Flugzeuge an den Flughäfen von Antalya, Bodrum, Dalaman, Istanbul und Co. nicht auf Antrag westlicher Gläubiger beschlagnahmt werden. Doch diese kann und will die türkische Regierung nicht geben, wenn sie nicht in die Auseinandersetzung hineingezogen werden will.

Türkische Airlines übernehmen Mehrheit der Flüge

Deshalb haben russische Fluggesellschaften zu wenig Flugzeuge für die Türkei-Flüge. Jetzt aber haben sich die beiden Länder gemäß Kommersant geeinigt. Demnach wird die Parität vorübergehend aufgehoben, die bisher besagte, dass beide Länder je gleich viele Flüge durchführen dürfen.

Im Juni werden türkische Fluggesellschaften 483 Flüge pro Woche zwischen der Türkei und Russland durchführen. Russische dagegen werden nur 177 Mal wöchentlich zwischen den beiden Ländern fliegen. Eine Differenz ist aber bisher nicht ausgeräumt: Die Weigerung der Türkei, eine Garantie abzugeben, dass russische Jets nicht beschlagnahmt werden, verhindert vorerst den Start der neuen Russland-Charterairline Southwind.

Mehr zum Thema

Strand an der türkischen Riviera: Russinnen und Russen gehören zu den häufigsten Gästen.

Türkei gründet neue Charterairline speziell für Russland-Flüge

Flugzeug von Ural Airlines in Antalya: Vorerst nicht mehr zu sehen.

Widerstand gegen neue türkische Charterairline Southwind

Superjet 100 von Rossiya Airlines: Bekommt eine neue Rolle.

Aeroflot nimmt Auslandsflüge wieder auf - mit Superjets

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier