So soll der Flughafen Manila einst aussehen: In der Bucht muss Land aufgeschüttet werden.

Erweiterung und NeubauprojekteManila will Airport-Problem lösen

Ein Attentat auf Manilas Flughafen wurde gerade noch verhindert. Der hat Airport hat ohnehin schon ein mieses Image. Das will die Regierung ändern.

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Das Ziel des Trios war klar. Sie wollten am Flughafen Manila mit ihren Bomben für Chaos sorgen. Doch ihr Plan flog auf. Am Sonntagabend wurden die Kriminellen in flagranti erwischt. Sie machten sich in ihrem im Parkhaus geparkten Toyota-Lieferwagen gerade an sechs bis acht selbstgebastelten Sprengsätze zu schaffen. Ein terroristischer Hintergrund ist wahrscheinlich. Denn bei den drei Tätern wurden auch Feuerwaffen sichergestellt.

Das vereitelte Attentat ist jedoch nur ein Problem des Ninoy Aquino International Airport. Fluggäste beschweren sich regelmäßig nicht nur über Verspätungen und lange Wartezeiten. Bei einer Internetabstimmung zum weltweit ungemütlichsten und schmutzigsten Airport landete Manila 2013 auf dem unrühmlichen ersten Platz. Schuld daran sind massive Kapazitätsprobleme. Der Flughafen ist völlig überlastetet.

Erweiterung bis 2016 umgesetzt?

Nun sprach Staatspräsident Benigno Aquino ein Machtwort: Es muss eine dritte Start- und Landebahn für Manila her. Etwa 55 Millionen Dollar soll die neue Piste kosten. Allerdings könne es noch deutlich teurer werden, wenn tatsächlich ein viertes Terminal gebaut wird, erklärte Verkehrsminister Joseph Emilio Abaya gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. «Wir haben klare Anweisungen des Präsidenten bekommen: Wir werden einen Weg finden, das alles noch vor dem Ende seiner Amtszeit umzusetzen.» Diese endet im Juni 2016 - die Zeit ist also knapp.

Eine neue Piste könnte eine schnelle Lösung für den vollkommen überlasteten Airport sein, der bislang das Haupteinfallstor für internationale Besucher ist. Künftig könnten dadurch 48 statt 42 Flugzeuge pro Stunde landen und starten. Mit einem weiteren Terminal könnte laut Verkehrsminister Abaya die Zahl sogar noch auf 58 gesteigert werden.

Neue Toiletten und Klimaanlagen

Schon schneller soll sich etwas im Innern ändern: Bis Dezember sollen 121 neue Toiletten installiert werden. Kosten: 570'000 Euro. Zudem sollen neue Klimaanlagen in den Terminals 1 und 2 installiert werden, denn die Passagiere beklagten sich auch immer wieder über die Hitze im Airport. Vielleicht bessert sich mit dem angenehmeren Klima dann auch die Laune der Flughafenangestellten - sie gelten als chronisch unfreundlich.

Die Erweiterung alleine wird aber nicht reichen. Die Regierung den Bau eines neuen Großflughafens auf einer ehemaligen US-Navy-Base im Südwesten der Hauptstadt Manila. Kürzlich brachte Philippine-Airlines-Eignerin San Miguel Corp dann auch noch ein eigenes Projekt für einen neuen Airport vor.

San Miguel will Flughafen zahlen

San Miguel würde den neuen Flughafen selbst zahlen. Der Konzern möchte aber das Recht, ihn dann 35 Jahre lang betreiben zu dürfen. Ideen sind also genug da. Nun müssen sie nur noch richtig umgesetzt werden.

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