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Finanzielle Probleme

Mango kann nicht mit eigenen Jets fliegen

Wegen unbezahlter Rechnungen für Wartungen droht dem südafrikanischen Billigflieger das Grounding. Gemietete Ersatzflieger verhindern bei Mango das Schlimmste.

aeroTELEGRAPH

Boeing 737-800 von Mango: Wetlease-Flieger springen in die Preschen

Der südafrikanischen Billigairline Mango droht ein Grounding. Grund ist zumindest nicht direkt die Coronakrise. Weil die Fluglinie Rechnungen beim Wartungsdienstleister South African Airways Technical SAAT nicht bezahlte, drohte dieser mit der Einstellung von Service-Arbeiten an Mangos Flotte.

Flieger von Mango dürften also nicht mehr abheben, da sie nicht gewartet würden. Lokale Berichte über die Fehde bestätigte die Airline bereits vergangenen Samstag (26. September) und sprach dabei von «heiklen Gesprächen zur Beilegung etwaiger Streitigkeiten» mit SAAT. Den Fluggästen versicherte Mango auf Facebook, dass der Flugbetrieb nicht eingestellt werde.

A320 statt 737

Eine Einigung wurde offenbar noch nicht erzielt. Am Montag (28. September) kündigte Mango an, weiterhin den Flugbetrieb aufrecht zu  erhalten. Dafür wird sie jedoch nicht ihre eigenen, sondern von einem Dienstleister gemietete Flugzeuge einsetzen. Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightradar 24 zeigen, dass Flüge von Mango derzeit von der südafrikanischen Wetlease-Spezialistin Global Aviation mit Airbus A320 durchgeführt werden.

Die Airline spricht in der Mitteilung von einem «Notfall». Seit vergangenem Samstag (25. September) blieben alle sechs aktiven von insgesamt 14 Boeing 737-800 von Mango am Boden. Lediglich am Mittwoch fand ein einzelner Flug einer Mango-737 statt. Weiterhin hofft Mango auf eine «Win-Win-Lösung», so die Airline in ihrer letzten Mitteilung vom Montag.



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