Airbus A330 von South African Airways: Nach Neustart deutlich kleiner.

Südafrika sucht InvestorenNeue South African soll Anfang 2021 starten

Südafrika verhandelt mit Investoren über den Einstieg bei South African Airways. Ist die Suche erfolgreich, soll die neue SAA Anfang 2021 starten.

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Um South African Airways SAA zu restrukturieren und als neue, kleinere Fluggesellschaft wieder starten zu lassen, fehlten Mitte Juli mehr als 10 Milliarden Rand oder umgerechnet 523 Millionen Euro. Die Regierung sagte damals zu, die Finanzierung schriftlich zu garantieren. Das hat sie mittlerweile auch getan - doch das benötigte Geld ist immer noch nicht eingetroffen.

Tatsächlich machte das Ministerium für Staatsunternehmen deutlich, dass die Regierung selber kein weiteres Geld in die Airline stecken wird. Vielmehr hat sie eine Investorensuche gestartet und das laut eigenen Aussagen mit guten Aussichten:  Vergangene Woche war von vier aussichtsreichen Interessenbekundungen für South African Airways die Rede. Am Montag (24. August) erklärte das Ministerium, insgesamt gebe es weit mehr als zehn Angebote für die Fluggesellschaft und deren Töchter Mango (Billigairline), Air Chefs (Catering) und die Techniksparte.

Steigt Ethiopian Airlines ein?

Unter den potenziellen Investoren würden sich sowohl Investmentfirmen befinden als auch Unternehmen aus der Luftfahrtbranche. Namen sind bisher nicht bekannt. In der Vergangenheit hatte sich allerdings Afrikas größte Fluggesellschaft Ethiopian Airlines interessiert gezeigt. Ist die Investorensuche erfolgreich und lässt Covid-19 es zu, soll die neue South African Airways Anfang 2021 starten.

Die Insolvenzverwalter von SAA hatten Mitte August erklärt, von den benötigen 10 Milliarden Rand brauche man etwa die Hälfte dringend. Das Geld sei nötig für die Begleichung von Schulden und als Betriebskapital. Zudem werde es gebraucht, um Abfindungen zu zahlen an Mitarbeitende, die das Unternehmen verlassen müssen.

Statt 625 Piloten nur noch 88

Die kleinere South African Airways soll nur noch 1000 Mitarbeitende haben. Die alte hatte 4700 Angestellte. Weitere 1000 werden Teil eines Programmes, das sie bevorzugt, wenn die Fluglinie das Personal wieder aufstockt. Die restlichen 2700 Mitarbeitenden erhalten Abfindungen. Die Zahl der Piloten wird von 625 vorerst auf nur noch 88 sinken.

Für die Zukunft kann sich die Regierung auch einen Börsengang für SAA vorstellen. Ein Direktor des Ministeriums für Staatsbetriebe deutete gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg an, das Vorgehen bei Telkom SA könnte Vorbild sein. Die einst staatliche Telefongesellschaft wurde zuerst teilweise an Investoren verkauft und dann an die Börse gebracht. Der Staat hält mittlerweile nur noch eine Minderheitsbeteiligung.

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