Boeing-Produktepalette mit 797: Kommt sie oder nicht?

New Middle of the Market AirplaneManche Airlines wollen 797 mit nur einem Piloten

Ob Boeings neues Flugzeug kommen wird, ist noch immer unklar. Einige Airlines möchten nun, dass die 797 mit üblichen Standards bricht.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Kommt es oder kommt es nicht? Boeing erwägt bereits seit Längerem, mit einem neuen Flugzeug die Lücke zwischen dem Kurz- und Mittelstreckenflieger 737 und dem Langstreckenjet 787 zu füllen. Längst wurde das sogenannte Middle-of-the-Market-Plane in der Branche inoffiziell 797 getauft. Ob der Hersteller seinen ersten neuen Flieger seit dem Dreamliner tatsächlich bauen will, wird erst 2020 entschieden.

Das Finanzhaus Jefferies machte sich schon mal schlau, was sich mögliche Kunden von dem neuen Flugzeug wünschen. Dazu befragte es in den letzten Wochen mehrere Fluggesellschaften und Leasinggeber. Wie die Nachrichtenseite CNBC berichtet, forderten einige Airlines von Boeing, die Gelegenheit zu nutzen und von einem klassischen Zweimann-Cockpit zu einem Konzept mit nur einem Flugzeugführer zu wechseln.

Airlines warten auf Technologie

Dahinter steht der Wunsch nach tieferen Kosten. Fluglinien könnten Millionen sparen, wenn sie ihr Team an Piloten reduzieren könnten. So müssten sie weniger Löhne und Trainingsstunden zahlen. Zudem zeichnet sich für die Zukunft vor allem in Ländern wie China ein erheblicher Pilotenmangel an. Beim Ein-Pilot-Cockpit könnte ein Reserve-Pilot nach Ansicht der Airlines im Notfall vom Boden aus eingreifen.

Laut den Analysten von Jefferies sei die heutige Technik für solche Einmann-Cockpits noch nicht geeignet. Jedoch könnte es in bereits zehn Jahren so weit seien. Aus Sicht der befragten Fluglinien und Leasinggebern, die von Jefferies nicht genannt werden, sei es jedoch lohnenswert, auf die Technologie zu warten.

Boeing erwartet keinen «Technologie-Schub»

Boeing erteilte den Träumen jedoch schon eine deutliche Absage. «Sollten wir das Middle-Of-Market-Flugzeug entwickeln, wird das Cockpit für zwei Piloten ausgelegt und wir halten daran fest, dass wir das Flugzeug nicht als ein Technologie-Schub sehen», erklärte der Flugzeugbauer in einer Stellungnahme gegenüber CNBC.

Das Cockpit mit einem Piloten soll durch immer leistungsfähigere Computer ermöglicht werden, ist jedoch sehr umstritten. Experten schlagen vor, die Technologie vorerst in Frachtflugzeugen zum Einsatz zubringen. Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber zeigte im Interview mit aeroTELEGRAPH allerdings Skepsis gegenüber solchen Vorhaben: «Unsere Flugzeuge fliegen in die Metropolen der Welt. An diesen Flughäfen ist es eng, es herrscht viel Verkehr. Da gibt es vieles, was unvorhersehbar ist. Und Dinge, die unwägbar sind, brauchen nun mal menschliche Intervention.»

Mehr zum Thema

Instrumente im Cockpit: Werden sie bald nur noch von einer Person bedient?

Das Ende der Kopiloten

Start der 777X-Produktion: So erlebte ihn Alan Boyle von Geek Wire.

737 Max wirbelt Zeitplan für 777X und 797 nicht durcheinander

Dreamliner von Qatar Airways: Die Airline schaut nach Südamerika.

Akbar Al Baker erteilt 797 Absage - und gibt Tipps

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9

Kapitän von Unglücksflug von Alaska Airlines fühlt sich von Boeing verraten

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies