Kabine von Malaysia Airlines: Bald verfolgt die Airline alle Flugzeuge in Echtzeit.

GepäckverbotMalaysias heimlich längster Flug der Welt

Malaysia Airlines verbot vorübergehend Passagieren von Kuala Lumpur nach Europa die Gepäckmitnahme – wegen ungewöhnlicher Wetterbedingungen. Doch nicht nur der Gegenwind ist Schuld.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war eine kuriose Meldung: Wegen starken Gegenwinds durften Passagiere von Malaysia-Airlines-Flügen ab Kuala Lumpur nach Kontinentaleuropa am Dienstag kein Gepäck mehr aufgeben. Das habe sich aus der Sicherheitseinstufung ergeben, hieß es in der Begründung. Nur einen Tag später sah es wieder anders aus: Reisende dürfen ihre Koffer wieder mitnehmen, so Malaysia Airlines am Mittwoch.

Doch nicht nur der Gegenwind ist schuld am höheren Verbrauch. Schnell merkten Beobachter: Der erhöhte Treibstoffverbrauch der Malaysia-Flieger kommt nicht alleine vom Gegenwind – die Airline nimmt auf ihrem Weg auch eine andere Route als andere Fluggesellschaften. Und mit dieser Strecke würde sie glatt den ersten Platz der längsten Flüge der Welt für sich beanspruchen.

4400 Kilometer längere Route als KLM

Laut Flightaware flog am betroffenen Tag der Jet von Malaysia Airlines von Kuala Lumpur aus über Ägypten und den Balkan, um Amsterdam zu erreichen – das ist eine Strecke von rund 15'700 Kilometern. Ein Flieger von KLMe flog eine andere Route – die nur rund 11'300 Kilometer lang war. Er vermied zwar – wie auch Malaysia – die Ukraine, flog aber anders als die andere Maschine über Russland.

Gegenüber der Zeitung Financial Times bestätigte Malaysia Airlines, dass man aufgrund seiner eigenen Sicherheitseinschätzung eine andere Route nehme als andere Anbieter. «Wegen unserer abweichenden Strecke kann der Flug bis zu zwei Stunden länger dauern als der mit der Konkurrenz», heißt es weiter. Wenn das dann noch mit ungewöhnlich starkem Gegenwind zusammentreffe, müsse man die Menge an mitgenommener Fracht und Gepäck begrenzen.

Malaysia Airlines ist übervorsichtig – mit gutem Grund

Nachdem eine Boeing 777 von Malaysia Airlines im Juli 2014 auf Flug MH17 über der Ukraine abgeschossen worden war, haben alle Fluggesellschaften ihre Routen so angepasst, dass sie nicht mehr über das kritische Gebiet Ostukraine fliegen. Malaysia Airlines war nach dem Crash wohl noch einmal vorsichtiger als alle anderen – mit der Folge, dass man sich in Sachen Fracht und Gepäck je nach Wetterbedingungen stark einschränken muss.

Mehr zum Thema

Piloten von Air Asia: Künftig sollen sie viel weiter fliegen.

Air Asia beglückt Airbus mit Order für bis zu 70 A321 XLR - und plant globales Wachstum

ticker-malaysian-airlines

Im Bild: Malaysia Airlines präsentiert Airbus A330 mit Manchester-United-Sonderlackierung

Boeing 737 Max über Kuala Lumpur: Malaysia Airlines ordert Nachschub.

Malaysia Airlines gibt Airbus einen Korb - bis zu 60 weitere Boeing 737 Max bestellt

Boeing 777 von Malaysia Airlines mit dem Kennzeichen 9M-MRO: Wo liegt das Wrack von Flug MH370?

Zehn Jahre nach dem Verschwinden könnte eine neue MH370-Suche starten

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin