Airbus A380 von Malaysia Airlines: Bald öfter in Saudi-Arabien zu sehen - in neuer Lackierung.

Neue FluggesellschaftMalaysia Airlines spaltet Pilger-A380 ab

Bis Ende des Jahres werden die Airbus A380 von Malaysia Airlines in eine neue Fluggesellschaft für Pilger abgespalten. Einen ersten Kunden hat sie schon.

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Das Projekt nennt sich Amal. Malaysia Airlines arbeitet eifrig am Aufbau einer neuen Geschäftseinheit, die künftig die sechs Airbus A380 betreiben wird. Im vierten Quartal des laufenden Jahres soll sie starten.

Die regelmäßigen Linienflüge mit den Superjumbos wurden im März eingestellt. Aktuell werden sie von Malaysia Airlines nur noch in der Hochsaison auf Paradestrecken eingesetzt. Künftig werden die A380 Charterflüge absolvieren. Sie werden muslimische Pilger nach Saudi-Arabien fliegen, wo sie die große Pilgerfahrt (den Hajj) oder die kleine (die Umrah) in Mekka absolvieren können.

40 Prozent der Kapazität verkauft

Das ganze wird aber nicht bei Malaysia Airlines angesiedelt sein, sondern bei einer neuen Fluggesellschaft, deren Projektname Amal lautet. Sie bekommt einen eigenen Namen, ein eigenes Markenbild und ein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder kurz AOC).

Einen ersten Kunden hat die künftige Amal bereits. Malaysia Airlines hat einen Vertrag mit dem Reisekonzern Andalusia Travel & Tours geschlossen, der drei Jahre lang läuft. Er umfasst rund 200 Flüge nach Jeddah und Medina. Nach Firmenangaben sollen damit bereits 40 Prozent der Kapazität in dieser Zeit verkauft sein. Der Vertrag hat einen Wert von umgerechnet 66 Millionen Euro.

Bet- und Waschräume

Der erste Airbus A380 von Malaysia Airlines soll Mitte 2018 fertig für die Pilger umgebaut sein und Ende des Jahres dann den Betrieb aufnehmen. Die anderen fünf Superjumbos sollen nach und nach folgen. Sie sollen künftig mehr Economy-Sitze aufweisen. Aber auch spezielle Bereiche geben, in denen die Gläubigen beten können sind geplant oder Waschräume, so dass rituelle Waschungen möglich sind.

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