Letzte Aktualisierung: um 7:58 Uhr
Partner von  

Statt First Class

Malaysia Airlines führt eine Premium Business ein

Die Fluggesellschaft will Geschäftsreisende ansprechen, die Extra-Luxus suchen, aber nicht First Class buchen dürfen. Da will Malaysia Airlines mit einem Kniff erreichen.

Malaysia Airlines

First-Class-Passagier von Malaysia Airlines: Er fliegt künftig Business Suites.

Aus für die First Class. Malaysia Airlines schafft die oberste Buchungsklasse ab. Allerdings nur auf dem Papier. Die ohnehin nur in zwei Flugzeugtypen – den Airbus A380 und den A350 – vorhandenen Erstklass-Plätze werden einfach umbenannt. Neu verkauft die Fluggesellschaft sie unter der Bezeichnung Business Suites.

Am Service für die Fluggäste werde sich dadurch nichts ändern, heißt es von Malaysia Airlines. Essen und Getränke, Kabine, Pyjama, Amenity Kit sowie der Zugang zur Lounge und die gesammelten Flugmeilen blieben gegenüber der bisherigen First Class unverändert. Preislich sollen die Tarife von Business Suites zwischen denjenigen von Business- und First-Class liegen. Die  Klasse wird also so etwas wie eine Premium Business.

Arbeitgeber zahlen nur Business

Begründet wird die Änderung mit den Kundenbedürfnissen. Lau Yin May, Chefin Passagiererlebnis bei Malaysia Airlines, sagte gegenüber dem Portal Australian Business Traveller, insbesondere auf der Vorzeigestrecke zwischen Kuala Lumpur und London sei die Business Class oft ausgebucht. Da jedoch viele Geschäftsreisende von ihren Arbeitgebern keine First-Class-Reisen vergütet bekämen, habe man die First Class für die Art von Reisenden öffnen wollen.

Lau gesteht ein, dass die Bezeichnung zunächst möglicherweise für Verwirrung sorgen könnte. Denn verschiedene Airlines nennen ihre abschließbaren Business-Kabinen ebenfalls Suites, etwa Qatar Airways mit der Q-Suite. Angeboten wird Business Suites neben der Strecke Kuala Lumpur -London auf Flügen von Kuala Lumpur nach Tokio, Osaka und Sydney sowie auf Pilgerflügen nach Mekka.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.