Größter heutiger Betreiber ist heute Mahan Air. Die iranische Airline fliegt sieben A310.

Düsseldorf und MünchenMahan Air ein Risiko für deutsche Airports?

Die USA drohen ausländischen Unternehmen, die mit Mahan Air Geschäfte machen. Die iranische Fluggesellschaft fliegt auch Düsseldorf und München an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Vorwürfe sind nicht neu. Schon die Regierung von Barack Obama warf Mahan Air vor, Soldaten der Qods-Brigaden - eine Eliteeinheit der Revolutionsgarde des Iran - und der Hisbollah in Kriegsgebiete im ganzen Nahen Osten zu fliegen. Die iranische Fluggesellschaft landete deshalb 2011 auf der Sanktionsliste der Vereinigten Staaten. Amerikanischen Firmen wurde verboten, mit ihr Geschäfte zu machen.

Die neue Regierung von Donald Trump setzt die Politik fort und verschärfte sie weiter. «Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien fliegen Mahan Air und andere iranische Fluggesellschaften wie Caspian Air, Meraj Air, und Pouya Air regelmäßig Kämpfer und Material nach Syrien, um damit das Assad-Regime zu stützen», sagte vergangene Woche Sigal Mandelker, Abteilungsleiter im Außenministerium der USA in einer Rede in Washington. Er riet anderen Ländern, es den USA gleich zu tun und solche Fluggesellschaften auszusperren, wie das Luftfahrtdatenportal CH Aviation entdeckt hat. Das sei die richtige Antwort auf die Förderung einer entsetzlichen Krise durch Mahan Air und Co.

Gefahr sekundärer Sanktionen

Mandelker beließ es nicht nur bei einer Ermunterung. Indirekt drohte er auch. «Staaten und Firmen weltweit sollten sich der Risiken bewusst sein, die mit der Gewährung von Landerechten und der Erbringung von Luftfahrtdienstleistungen an Fluggesellschaften einhergehen, die vom Iran zu Terrorismusexport in der ganzen Region genutzt werden» so der Politiker. Vor allem bestehe das Risiko von so genannten sekundären Sanktionen. Potenziell gefährdet sind also Anbieter wie Cateringfirmen, Kerosinlieferanten oder Flughäfen.

Sekundäre Sanktionen sind solche, die nicht direkt in den USA ansässige Personen und Unternehmen betreffen, sondern solche im Ausland. Dabei wird es Amerikanern und amerikanischen Firmen verboten, mit diesen ausländischen Unternehmen Geschäfte zu tätigen. Auch die Adressaten seiner Botschaft nannte Mandelker. Man solle nur einmal die Webseite von Mahan Air besuchen und schauen, wo die Fluggesellschaft überall hinfliege.

Berlin wiegelt ab

Neben Barcelona, Mailand und Paris stehen auch zwei deutsche Flughäfen auf dem Flugplan, Düsseldorf und München. Mahan Air steuert die bayerische Metropole zwei Mal pro Woche an, die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen drei Mal. Die beiden Airports wollen zum Thema nichts sagen und verweisen auf gültige Landerechte . Dafür sei das Luftfahrt-Bundesamt zuständig. Die Behörde will sich auch nicht äußern und reicht den Ball ans Verkehrsministerium weiter.

In Berlin gibt man sich zum Thema zugeknöpft. Für Deutschland habe sich nichts geändert. «Die Fluglinienrechte für iranische Airlines nach Deutschland und deutsche Airlines nach Iran sind im bilateralen Luftverkehrsabkommen geregelt und nicht betroffen», erklärt ein Sprecher des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Mehr zum Thema

ticker-deutschland

Deutsche Regierung verabschiedet neue Luftfahrtstrategie

ticker-deutschland

Deutsche Luftverkehrswirtschaft fordert weitere Entlastungen bei Steuern und Gebühren

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

ticker-deutschland

Deutsche Flughäfen: Große Drehkreuze erholen sich diesen Sommer schneller als Regionalstandorte

Video

Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350-1000 ULR von Qantas: Spezieller Flieger für spezielle Route.
Mehr als zehn Jahre nach der Ankündigung steht der Starttermin fest: Ab Oktober 2027 wird die australische Fluglinie nonstop von Sydney nach London fliegen. Die ultralange Strecke knüpft an ein legendäres Kapitel der Geschichte von Qantas an.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin