B777 von Kenya Airways: Bald ein neuer Chef?

Machtkampf bei Kenya Airways

Bisher traf KLM die Management-Entscheidungen bei der kenianischen Fluglinie. Doch die Regierung in Nairobi will nun auch mitreden.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Bislang war die Sache klar. Im elfköpfigen Aufsichtsrat von Kenya Airways sassen je zwei Vertreter der KLM und der kenianischen Regierung. Das Gleichgewicht war damit gewahrt. Das Sagen im operativen Geschäft hatten bisher aber die Niederländer. So waren es sie, welche Personalentscheidungen trafen. KLM hielt denn auch mit 26 Prozent den größten Anteil an der Fluggesellschaft. Doch das änderte sich im Juni. Der kenianische Staat erhöhte ihren Anteil von 23 auf rund 30 Prozent. Er ist damit neuerdings der größte Anteilseigner der Fluggesellschaft. Das möchte die Regierung jetzt auch nutzen, um mehr Einfluss zu bekommen, berichtet die Tageszeitung The Nation.

Wie eine Quelle der Zeitung berichtet, habe die Regierung nicht vor, das Management der Fluggesellschaft komplett zu übernehmen. Doch man will durchaus mehr zu sagen haben, wenn es um personelle Entscheidungen geht. Immerhin sei das bei börsennotierten Unternehmen ein normales Recht des größten Anteilseigners. «Der Aufsichtsrat wird das Rekrutieren übernehmen. Aber ohne den Segen des wichtigsten Eigners sollte das nicht passieren», so die Quelle. Die Regierung soll schon vergangenen Monat KLM informiert haben, dass sie die Kontrolle über Management an sich nehmen wolle. Von KLM gab es bisher keine Stellungnahme.

Neuer Vosrtandschef

Offenbar gibt es für den plötzlichen Druck auch einen guten Grund. Laut Medienberichten will die Fluggesellschaft ihren Geschäftsführer wechseln. Seit 2003 lenkt Titus Naikuni die Geschicke von Kenya Airways. Doch das soll sich schon bald ändern. Kenya Airways muss sparen. Lange Zeit war der Plan eines Personalabbaus blockiert und erst Anfang September genehmigte ihn ein Gericht. Die Airline will 600 Stellen abbauen und so 10 bis 15 Prozent ihrer Personalkosten einsparen. In den letzten sechs Jahren hatten sich die Lohnzahlungen mehr als verdoppelt.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

vietnam airlines vn34 fuel dump load sheet 01
Eine falsche Beladung kann dazu führen, dass ein Flugzeug nicht rechtzeitig abheben kann. Der Ladesplan der Boeing 787 von Vietnam Airlines zeigt nun aber: Beim Vorfall am Flughafen München war dies nicht der Grund für das zu späte Abheben des Dreamliners.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack