Bombardier Dash Q400 von Luxair: Flug in die roten Zahlen.

Luxair mit massiven Verlusten

Konkurrenz, teures Kerosin und hohe Personalkosten setzten der luxemburgischen Fluglinie zu. Nun setzt sie den Rotstift an.

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Schlechte Nachrichten für Luxemburgs Finanzminister: Der mehrheitlich staatliche Luftfahrtkonzern Luxair Group schrieb vergangenes Jahr zwei Millionen Euro Verlust, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von zwei Millionen resultiert hatte. Schuld daran ist das Fluggeschäft. Die Tochterairline Luxair flog auf den Linienstrecken 2011 einen Verlust von 16,3 Millionen ein, wie der nationale Sender Radio 100,7 meldet. Als Gründe für die schlechten Resultate werden steigende Personalkosten, höhere Kerosinpreise sowie die Konkurrenz auf der Linie von Luxemburg nach München durch Lufthansa genannt. Die Luxair Group wollte die Zahlen eigentlich noch gar nicht bekanntgeben. Der Radiosender sah sie jedoch im Handelsregister ein und publizierte sie nun am Montag (12. August).

Die Fluggesellschaft reagierte bereits auf die schlechte Ertragslage. Sie strich die Direktverbindungen von Luxemburg Findel nach Dublin, Prag und Turin. Und sie bietet keine Direktflüge mehr ab Saarbrücken an. Das alleine reicht aber offenbar nicht aus. Wie Radio 110,7 berichtet, erwartet das Management auch 2012 ein Defizit in ähnlicher Größenordnung. Die Situation wird durch die Ankunft von Easyjet Ende Oktober zweifelsohne verschärft. Das wird die Preise auf der Paradestrecke nach London purzeln lassen. Deshalb will Luxair nun Verhandlungen mit den Gewerkschaften aufnehmen, um eine Lohnsenkung zu erreichen.

Wieder in Staatshänden

Seit April steht die Luxair Group wieder voll unter Staatskontrolle. Damals war der schweizerische Aktionär Panalpina ausgestiegen. Seine Anteile übernahm das Großherzogtum. Dadurch kontrolliert die Regierung nun direkt und indirekt 62,06 Prozent des Luftfahrtkonzerns, zu dem auch ein Reiseveranstalter und ein Frachtunternehmen gehören.

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