Flieger von Lufthansa und Air Berlin in München: Fliegen Sie bald miteinander?

MarktmachtLufthansa und Air Berlin - dürfen die das?

Eine Übernahme von Air Berlin würde Lufthansa schlagartig mehr Macht verschaffen. Im schlimmsten Fall droht ein Szenario Edeka-Tengelmann.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ryanair-Chef Michael O’Leary dürfte auf seine Weitsichtigkeit dieser Tage wohl das eine oder andere Pint Guiness ausgeben. Der Ire hatte bereits vor sieben Monaten prophezeit, was nun offensichtlich schon bald Realität wird. Etihad Airways verabschiedet sich von Air Berlin und Lufthansa übernimmt. Die größte deutsche Airline würde dadurch noch deutlich mächtiger als bisher. Zu mächtig?

Klar, offiziell hat Lufthansa vorerst nicht die Kontrolle bei Air Berlin. Doch dass mit Thomas Winkelmann ein ausgewachsener Lufthanseat bei der Konkurrentin übernimmt, zeigt, wohin die Reise gehen soll. Und: Sollte es tatsächlich zum Zusammenschluss – oder der Übernahme – kommen, würde das bedeuten, dass der neue Verbund mehr Sitzplätze anbietet als alle anderen Anbieter zusammen. Geht man nach der Zahl der angebotenen Sitzplätze im ersten Halbjahr 2017, hätten Lufthansa, Eurowings und Air Berlin zusammen 58 Prozent des Angebots auf sich vereint. Eurowings und Air Berlin zusammen kommen mit 25 Prozent auf mehr als alle anderen Billigflieger (siehe Grafik).

Was sagen die Konkurrenten?

Lufthansa würde nach einem Zusammenschluss zudem mit Düsseldorf, Frankfurt und München die wichtigsten deutschen Drehkreuze beherrschen. Kartellbehörden dürften da aufhorchen. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine solche Fusion über die Bühne gehen kann, ohne dass es Gegenwind von der Konkurrenz in Form von offiziellen Beschwerden gibt», so ein Topmanager einer Lufthansa-Konkurrentin. «Die Reduzierung um einen Anbieter schränkt naturgemäß den Wettbewerb ein», so auch Kartellrechtsexperte Carsten Thiel von Herff. «Das dürfte sich auch das Bundeskartellamt genauer anschauen, dabei kommt es dann aber auf den konkreten Markt an, etwa ob es nur um Lang- oder auch um Kurzstrecken geht.»

Sollte die Kartellbehörde tatsächlich etwas gegen den Zusammenschluss oder die Übernahme haben, würde in der Luftfahrt plötzlich ein Edeka-Tengelmann-Szenario drohen. Denn dann ließe sich die Fusion nur mit einer Ministererlaubnis durchführen. Und das ging im Fall der Lebensmittelhändler in Deutschland nach hinten los. «Dass es so weit kommt, kann ich mir nicht vorstellen», so Thiel von Herff. «Wahrscheinlicher sind Auflagen, z.B. einzelne Slots (Start- und Landerechte, Anm. d. Red.) für Wettbewerber freizugeben.»

Mehr zum Thema

IMG 4022

Condor nennt ihre erfolgreichsten Städte-Strecken - und Unterschiede zu Air Berlin

Ein Eurowings-Flugzeug über der Altstadt von Jeddah: Die Airline fliegt im Winter ab Stuttgart neu in die saudische Hafenstadt.

Eurowings wird zum Arabien-Shuttle

D-ALPG in der Lackierung von Air Berlin.

Ex-Air-Berlin A330 hebt nach langer Pause wieder ab - jetzt für bulgarische Airline

Ein letzter Blick auf die D-ASGK im ikonischen Air-Berlin-Look.

Die letzte Air-Berlin-Lackierung ist verschwunden

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies