Flugbegleiter von Lufthansa bei der Arbeit: Die neue Sprachregelung soll Inklusivität fördern.

Inklusive SpracheLufthansa, Swiss und Austrian streichen die «Damen und Herren»

Die Lufthansa-Gruppe macht ihre Sprache inklusiver: Künftig werden die Ansagen Lufthansa, Austrian, Brussels, Eurowings und Swiss geschlechtsneutral sein. Auf den Tickets bleiben Mr. und Mrs. noch eine Weile.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Willkommen an Bord, meine  Damen und Herren»  – diese Begrüßung gehört bei den Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe der Vergangenheit an.  Auch das Englische «Ladies and Gentlemen» wird gestrichen. Der Konzern will damit seine Sprache inklusiver machen. Das heißt, sie soll sich nicht mehr auf die konventionellen Geschlechter-Bezeichnungen Mann und Frau beschränken.

Die Reisenden werden künftig nicht mehr immer gleich angesprochen. «Guten Tag» oder  «Guten Abend» sind Optionen, oder ein einfaches «Willkommen an Bord». Zuerst berichtete die Zeitung Bild über die Änderung. Im Englischen kann es heißen: «Welcome aboard our flight.»

Geschlechterneutrale Sprache seit 1. Juni

Wer jetzt mit Austrian Airlines, Brussels, Eurowings,  Lufthansa oder Swiss fliegt, und dennoch die traditionelle Begrüßung hört, muss sich nicht wundern. Die Umstellung erfolgt nach und nach. Immerhin sind davon die Durchsagen von 20.000 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen sowie 5000 Pilotinnen und Piloten sowie Durchsagen an  Flughäfen betroffen. Hinzu kommen gespeicherte automatische Durchsagen.

Die Mitarbeitenden der Lufthansa Group sollen bald umfangreich über die neuen Richtlinien informiert werden.  Bereits am 1. Juni hat der Konzern bekannt gegeben, auf geschlechterneutrale Sprache in der  Kommunikation umzustellen - so etwa in ihren Pressemitteilungen. Mittelfristig soll auch die Anrede Mr. oder Mrs. auf  den Flugtickets verschwinden.

Easyjet und United sind schon weiter

Der Schritt wird offenbar auch intern nicht von allen begrüßt. «Es ist noch zu früh für eine Bilanz, aber ich habe bisher viel positives Feedback bekommen. Natürlich höre ich aber auch von den kontroversen Diskussionen auf den virtuellen Fluren», berichtete der Lufthansa-Beauftragte für Chancengleichheit, Timotheus Piechatzek,  dem Portal Business Insider Mitte Juni.

Andere Airlines sind den Weg bereits gegangen. Easyjet etwa stellte die Bordansagen bereits Ende 2019 um. Als erste Airline führte United ebenfalls 2019 die Möglichkeit ein, nonbinär zu buchen. Wer bei der Fluggesellschaft einen Flug reserviert, kann nicht mehr nur zwischen den Geschlechtsoptionen Mr. und Mrs. beziehungsweise männlich und weiblich wählen, sondern hat auch die Möglichkeit, Mx. (unbestimmt) anzugeben.

Bei Ticketbuchung dauert es bei Lufthansa noch etwas

Damit will die Airline denjenigen Reisenden entgegenkommen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren. Viele weitere Airlines haben sich dem inzwischen angeschlossen. Bei Lufthansa wird das aber noch etwas dauern, heißt es gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grund ist die dafür nötige Umstellung in  den Informatiksystemen.

Mehr zum Thema

Jet von Air Canada: Alle Mitarbeitenden sollen zwei Sprachen sprechen.

Air Canada schafft «Ladies and Gentlemen» ab

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

Video

Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack
houston beinahe zusammenstoss
Mitte Dezember kam es über Houston beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Airbus A320 Neo und einer Embraer ERJ 145. Zuvor gab es ein Missverständnis zu einer Anweisung der Flugsicherung.
Timo Nowack
Timo Nowack