Flugbegleiter von Lufthansa bei der Arbeit: Die neue Sprachregelung soll Inklusivität fördern.

Inklusive SpracheLufthansa, Swiss und Austrian streichen die «Damen und Herren»

Die Lufthansa-Gruppe macht ihre Sprache inklusiver: Künftig werden die Ansagen Lufthansa, Austrian, Brussels, Eurowings und Swiss geschlechtsneutral sein. Auf den Tickets bleiben Mr. und Mrs. noch eine Weile.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

«Willkommen an Bord, meine  Damen und Herren»  – diese Begrüßung gehört bei den Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe der Vergangenheit an.  Auch das Englische «Ladies and Gentlemen» wird gestrichen. Der Konzern will damit seine Sprache inklusiver machen. Das heißt, sie soll sich nicht mehr auf die konventionellen Geschlechter-Bezeichnungen Mann und Frau beschränken.

Die Reisenden werden künftig nicht mehr immer gleich angesprochen. «Guten Tag» oder  «Guten Abend» sind Optionen, oder ein einfaches «Willkommen an Bord». Zuerst berichtete die Zeitung Bild über die Änderung. Im Englischen kann es heißen: «Welcome aboard our flight.»

Geschlechterneutrale Sprache seit 1. Juni

Wer jetzt mit Austrian Airlines, Brussels, Eurowings,  Lufthansa oder Swiss fliegt, und dennoch die traditionelle Begrüßung hört, muss sich nicht wundern. Die Umstellung erfolgt nach und nach. Immerhin sind davon die Durchsagen von 20.000 Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen sowie 5000 Pilotinnen und Piloten sowie Durchsagen an  Flughäfen betroffen. Hinzu kommen gespeicherte automatische Durchsagen.

Die Mitarbeitenden der Lufthansa Group sollen bald umfangreich über die neuen Richtlinien informiert werden.  Bereits am 1. Juni hat der Konzern bekannt gegeben, auf geschlechterneutrale Sprache in der  Kommunikation umzustellen - so etwa in ihren Pressemitteilungen. Mittelfristig soll auch die Anrede Mr. oder Mrs. auf  den Flugtickets verschwinden.

Easyjet und United sind schon weiter

Der Schritt wird offenbar auch intern nicht von allen begrüßt. «Es ist noch zu früh für eine Bilanz, aber ich habe bisher viel positives Feedback bekommen. Natürlich höre ich aber auch von den kontroversen Diskussionen auf den virtuellen Fluren», berichtete der Lufthansa-Beauftragte für Chancengleichheit, Timotheus Piechatzek,  dem Portal Business Insider Mitte Juni.

Andere Airlines sind den Weg bereits gegangen. Easyjet etwa stellte die Bordansagen bereits Ende 2019 um. Als erste Airline führte United ebenfalls 2019 die Möglichkeit ein, nonbinär zu buchen. Wer bei der Fluggesellschaft einen Flug reserviert, kann nicht mehr nur zwischen den Geschlechtsoptionen Mr. und Mrs. beziehungsweise männlich und weiblich wählen, sondern hat auch die Möglichkeit, Mx. (unbestimmt) anzugeben.

Bei Ticketbuchung dauert es bei Lufthansa noch etwas

Damit will die Airline denjenigen Reisenden entgegenkommen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren. Viele weitere Airlines haben sich dem inzwischen angeschlossen. Bei Lufthansa wird das aber noch etwas dauern, heißt es gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Grund ist die dafür nötige Umstellung in  den Informatiksystemen.

Mehr zum Thema

Jet von Air Canada: Alle Mitarbeitenden sollen zwei Sprachen sprechen.

Air Canada schafft «Ladies and Gentlemen» ab

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

Fluglinien führen neue Geschlechtsoptionen ein

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies