Flugbegleiterin von Lufthansa: Der zweite Purser kann sich weiterhin auf Spezialaufgaben konzentrieren.

Sparplan für LangstreckenflügeLufthansa bürdet Pursern doch nicht mehr Arbeit auf

Der zweite Purser soll beim Service mithelfen, so der Plan der Lufthansa-Führung. Das wurde nun verworfen. Die Verkleinerung der Langstrecken-Crews bleibt aber aktuell.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Gewerkschaft dachte bereits laut über einen Streik nach. Der Grund für ihren Aufruhr: Das Management von Lufthansa plante eine kleine, aber folgenreiche Änderung. Auf allen Airbus A330, A340 und A350 soll künftig ein Flugbegleiter weniger mitfliegen.

Die Sparmaßnahme in der Kabine wollte die Führung von Lufthansa mit der Übernahme einer zusätzlichen Aufgabe für den sogenannten Purser 2 ausgleichen, einer der beiden Chefs der Flugbegleiter. Bisher führte er das Team und nahm vor allem Koordinationsaufgaben wahr. Er half beispielsweise, wenn ein Fluggast besondere Betreuung brauchte oder es nicht schnell lösbare Probleme mit einem Sitz gab. Künftig hätte auch er bei der Essens- und Getränkeausgabe helfen sollen. Doch vergangenen Freitag (9. November) stoppte die Lufthansa-Führung den Plan.

Von zehn auf neun Flugbegleiter

Bisher darf die Fluggesellschaft bei gewissen Voraussetzungen - volle Business Class und viele Passagiere mit hohem Vielflieger-Status – auf Flügen mit A330-300 und A340-300 vertraglich den Purser 2 bereits stärker in den normalen Service einbinden. Künftig wollte Lufthansa das aber generell tun. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo befürchtete als Folge einen Abbau an Servicequalität. Das Beste am aktuellen Umdenken sei, «dass das Management diesen Schritt von sich aus machte» und nicht «im Rahmen eines Deals, einer gerichtlichen Auseinandersetzung oder als Tarifkompromiss», kommentiert sie.

Grund zum Jubilieren haben die Arbeitnehmervertreter allerdings nicht. Zwar muss der Purser 2 definitiv nicht generell beim Service mithelfen. Doch die geplante Reduktion der Crews auf Langstreckenflügen von zehn auf neun Flugbegleiter auf allen Flügen mit A330, A340 und A350 bleibt ein Thema. Die Einsparung soll durch ein neues Servicekonzept erreicht werden.

In die Zukunft verschoben

«Wir halten eine Teilserviceintegration weiter für einen wichtigen Baustein bei der zukunftsorientierten Aufstellung der Kabine», erklärt eine Sprecherin von Lufthansa. Man werde Neuanstellungen für künftige Purser daher «nur noch mit einer Option auf teilserviceintegrierten Einsatz machen». Man ermögliche so den künftigen erweiterten Einsatz der neuen Flugbegleiter als Purser «grundsätzlich».

Im Übrigen betont Lufthansa, dass man trotz Verkleinerung der Kabinencrew «immer noch mit mindestens einem Flugbegleiter über dem gesetzlichen Minimum» operiere. Man garantiere so auch weiterhin eine «unverändert hohe Service-Qualität an Bord».

Mehr zum Thema

Lufthansa-Crew: In A330, A340 und A350 sollen weniger Flugbegleiter mitfliegen.

Lufthansa will Flugbegleiter einsparen

lufthansa airbus a320 neo 100 jahre livery norwich

Gewerkschaften rebellieren gegen Lufthansa und kündigen Doppelstreik an

Eurowings Premium BIZ-10

Lufthansa prüft echte Business-Class-Sitze auf Europaflügen

ticker-lufthansa

Lufthansa und Air China weiten Codeshare auf Lateinamerika aus

Video

bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack