Airbus A320 Neo von Lufthansas im Jubiläumsdesign: Es kommt auch im Jahr des 100. Geburtstags zum Streik.

12. FebruarGewerkschaften rebellieren gegen Lufthansa und kündigen Doppelstreik an

Pilotinnen und Piloten und auch Kabinenpersonal rufen zu einem eintägigen Warnstreik auf. Bei Lufthansa geht am 12. Februar nichts.

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Die Lufthansa steht vor einem historischen Arbeitskampf: Gleich zwei Gewerkschaften haben für Donnerstag, den 12. Februar 2026, zu Streiks aufgerufen. Die Vereinigung Cockpit organisiert einen eintägigen Ausstand des Cockpitpersonals bei Lufthansa und Lufthansa Cargo.

Auch die Unabhängige Flugbegleiter Organisation Ufo hat das Kabinenpersonal der Lufthansa Cityline zu einem Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind alle Abflüge von deutschen Flughäfen im Zeitraum von 00:01 Uhr bis 23:59 Uhr.

Vereinigung Cockpit kämpft um die betriebliche Altersversorgung

Die Vereinigung Cockpit wirft dem Lufthansa-Management vor, seit Monaten keine verhandlungsfähigen Angebote zur betrieblichen Altersversorgung vorzulegen. Bis 2017 erhielt das Cockpitpersonal eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Seitdem gilt ein kapitalmarktfinanziertes Modell, das das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehlt.

«Wir hätten eine Eskalation gerne vermieden», betont Vereinigung-Ccockpit-Präsident Andreas Pinheiro. «Doch sieben Verhandlungsrunden blieben ergebnislos. Selbst ein Kompromissvorschlag der Vereinigung Cockpit – die befristete Fortführung des Tarifvertrags bis Ende 2026 – wurde ignoriert.»

Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission, unterstreicht: «Die betriebliche Altersversorgung ist für Pilot:innen existenziell. Dass der Arbeitgeber nicht einmal auf unser letztes Vermittlungsangebot reagiert hat, zeigt mangelnde Verhandlungsbereitschaft.» Die Vereinigung Cockpit pocht auf einen «zukunftsfesten Tarifvertrag», der Sicherheit für alle Cockpit-Beschäftigten garantiert.

Ufo protestiert gegen Schließung der Lufthansa Cityline

Parallel dazu protestiert die Ufo gegen die geplante Schließung des Flugbetriebs der Lufthansa Cityline. Über 98 Prozent der Ufo-Mitglieder sprachen sich in einer Befragung für Arbeitskampfmaßnahmen aus.

«Der Arbeitgeber weigert sich, über einen tariflichen Sozialplan zu verhandeln», heißt es in der Ufo-Stellungnahme. Der Warnstreik richtet sich gegen die Standorte Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Massive Einschränkungen für Passagiere

Beide Gewerkschaften bitten betroffene Reisende um Verständnis. „Streiks sind kein Selbstzweck“, so Pinheiro. «Wir haben der Lufthansa bewusst Zeit gegeben, um Lösungen zu finden – vergeblich.» Die Vereinigung Cockpit und Ufo betonen, dass weitere Arbeitskämpfe nicht ausgeschlossen sind, sollte das Management keine Bewegung zeigen.

Trotz des Aufrufs: Vom Streik sind nicht alle Fluggesellschaften von Lufthansa Group betroffen. Zudem bestehen für Reisende Ausweichmöglichkeiten, wo Konkurrenten die Strecken auch anbieten.

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