Airbus A319 von Lufthansa bei der Enteisung: Künftig auf neuem AOC?

Verhandlungen gescheitertLufthansa macht Ernst mit eigener Airline für Inland- und Europaflüge

Die deutsche Fluglinie kann die Personalkosten bei Pilotinnen und Piloten nicht wie gewünscht drücken. Darum macht Lufthansa vorwärts bei der Abspaltung des Kurz- vom Langstreckenbetrieb.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Chancen auf eine Einigung standen schon Ende vergangener Woche schlecht. 25 Prozent weniger zu verdienen, das war keine echte Option für Lufthansas Pilotinnen und Piloten. So scheiterten die Verhandlungen ihrer Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit dem Management der Airline. Des macht sich dieses an die Umsetzung des Plans für einen neuen Ableger für den Europaverkehr.

Die Vereinigung Cockpit erklärte am Dienstag (1. März) ihr Unverständnis für die «Lufthansa-Ankündigung, eine neue Kontinental-Plattform gründen zu wollen». Chef Stefan Herth sagt: «Die Strategie, immer neue Plattformen zu gründen und auch wieder zu schließen, hat schon in der Vergangenheit für Lufthansa nicht den gewünschten Erfolg gebracht und ist kurzsichtig und unkreativ.»

«Zubringerverkehre für Frankfurt und München»

Lufthansa selber spricht in einem internen Rundschreiben, aus dem das Portal Aero zitiert, von einer «Tochtergesellschaft mit eigenem deutschen AOC». Die Abkürzung steht für Luftverkehrsbetreiberzeugnis (im Englischen Air Operator Certificate). Die neue Fluglinie soll «analog Lufthansa Cityline innerdeutsche und europäische Zubringerverkehre für die Drehkreuze Frankfurt und München erbringen».

Für den neuen Ableger eingeplant sind unter anderem Pilotinnen und Piloten von Germanwings, die laut dem Schreiben ähnliche Konditionen erwarten können wie bisher. Damit würde Lufthansa die Kosten im Cockpit im Vergleich zur jetzigen Kernmarke drücken. Die Vereinigung Cockpit schreibt, sie sei bereit mitzugestalten und lege «großen Wert auf sichere Perspektiven sowie faire Arbeits- und Vergütungsbedingungen».

«Eine Aufspaltung in Lang- und Kurzstrecke»

Auch die Kabinenvertretung Ufo meldet sich zu Wort. Man sehe «eine massive Bedrohung von Kabinenarbeitsplätzen durch die Meldung von Lufthansa, neben der Klassik-Linie eine weitere neue Airline-Plattform für den Kontinentalverkehr gründen zu wollen», schreibt die Gewerkschaft der Flugbegleitenden. «Eine Aufspaltung der Lufthansa Passage in Lang- und Kurzstrecke wird dort erneut zu Personalüberhängen und letztlich damit auch zur Vernichtung von tarifierten Arbeitsplätzen führen», sagt Ufo-Chef Daniel Kassa Mbuambi.

Mehr zum Thema

Lufthansa-Jet in München: Fliegen Piloten bald leihweise für eine andere Airline?

Lufthansa könnte nächste Woche neue Airline vorstellen

Boeing 787 für Lufthansa: So soll der Flieger aussehen.

Muss Lufthansa noch länger auf ihre Boeing 787 warten?

Lufthansa muss keine Pilotinnen und Piloten entlassen - und bildet wieder neue aus

Lufthansa muss keine Pilotinnen und Piloten entlassen - und bildet wieder neue aus

ticker-lufthansa

D-AIFF: Lufthansa hat weiteren Airbus A340-300 nach Teruel gebracht

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin