Lufthansa-Jet in München: Fliegen Piloten bald leihweise für eine andere Airline?

Kosten im CockpitLufthansa könnte nächste Woche neue Airline vorstellen

Die deutsche Fluglinie will die Kosten im Cockpit massiv senken. Den Crews schmeckt das nicht. So erwägt Lufthansa die Gründung einer Tochter mit niedrigeren Personalkosten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Lufthansa verhandelt derzeit mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, um niedrigere Personalkosten im Cockpit durchzusetzen. Die Pilotinnen und Piloten der Kernmarke sollen dauerhaft rund 25 Prozent weniger verdienen. Doch für den Fall, dass sich der Konzern mit dieser Forderung nicht durchsetzen kann, hat er eine Alternative.

Wie zuerst die Süddeutsche Zeitung berichtete, könnte Lufthansa eine neue Tochter-Airline gründen mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (im Englischen Air Operator Certificate oder kurz AOC). Dort könnte sie niedrigere Personalkosten von Anfang an festschreiben.

Neue Tochter für Zubringerverkehr

Die neue Fluglinie würde innerdeutsche und innereuropäische Flüge übernehmen und damit den Zubringerverkehr zu den Drehkreuzen Frankfurt und München durchführen. Gut informierte Quellen bestätigten aeroTELEGRAPH die Existenz der Pläne.

Weder Lufthansa noch die Vereinigung Cockpit äußern sich derzeit. Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass die Gewerkschaft die geforderten Einsparungen akzeptiert.

Vorstellung schon kommende Woche?

Am kommenden Montag kommt der Lufthansa-Vorstand zusammen. Am Donnerstag, dem 3. März, stellt der Konzern den Geschäftsbericht 2021 vor. Schon dann könnte Lufthansa die Pläne für eine neue Airline-Tochter publik machen, wie zu vernehmen ist.

Mehr zum Thema

Lufthansa muss keine Pilotinnen und Piloten entlassen - und bildet wieder neue aus

Lufthansa muss keine Pilotinnen und Piloten entlassen - und bildet wieder neue aus

Boeing 787 für Lufthansa: So soll der Flieger aussehen.

Muss Lufthansa noch länger auf ihre Boeing 787 warten?

Boeing 767 von Condor: Dank Lufthansa-Zubringerflügen gefüllt.

Bundeskartellamt: Lufthansa behindert Condor auf der Langstrecke

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

«Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern» - Lufthansa verliert auf X die Geduld mit einem Kunden

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies