Graukranich: Dank der Arbeit der Schützer nehmen die Bestände seit Jahren wieder zu.

SponsoringLufthansa hat den Kranich wieder lieb

Die deutsche Fluggesellschaft hat das Sponsoring für den Kranichschutz gestoppt. Nach Protesten verhandelt Lufthansa nun wieder über eine Fortsetzung des Engagements für ihr Wappentier.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Mit einer Größe von rund 125 Zentimetern ist der Graukranich der größte Vogel Deutschlands. Und so passt er ideal zur größten Fluggesellschaft des Landes. Seit 1918 ist das Federvieh mit einer Spannweite von bis zu 2,45 Metern das Markenzeichen von Lufthansa. Umso größer war der Aufschrei, als die Airline im September ankündigte, den Kranichschutz Deutschland nach 26 Jahren nicht mehr zu unterstützen. 89 Prozent der Leser von aeroTELEGRAPH zeigten beispielsweise in einer Umfrage kein Verständnis für die Maßnahme.

Kranichschutz Deutschland stürzte daraufhin in eine Krise. Der Wegfall des Sponsorings von Lufthansa sei «existenzbedrohend», erklärte die Arbeitsgemeinschaft. Sie rief Private und Firmen auf, in die Bresche zu springen. Das hat gewirkt. «Wir haben über 200 neue private Förderer gewinnen können. Außerdem haben wir Spenden von Stiftungen, Vereinen und Privaten erhalten», sagt Geschäftsführer Günter Nowald.

Gesammeltes Geld reicht noch nicht

Das reiche aber «bei Weitem nicht aus, um die finanzielle Lücke auszugleichen». Mindestens 150.000 Euro wollte die Arbeitsgemeinschaft sammeln. Der Kranichschutz Deutschland führe darum weitere Gespräche mit anderen Firmen, so Nowald. Mit dabei... das Unternehmen mit dem Kranich im Logo. «Am meisten freue ich mich aber darüber, dass es Gespräche mit der Lufthansa zur Fortsetzung der Kooperation gibt», erklärt der Geschäftsführer. Die Fluggesellschaft bestätigt die Gespräche gegenüber aeroTELEGRAPH.

Man sei von den negativen Reaktionen auch aus Reihen der Mitarbeiter überrascht worden. Darum habe man das Thema wieder aufgenommen, so ein Sprecher. So können Nowald und die anderen deutschen Kranichschützer hoffen, ihre Arbeit unverändert fortzuführen. Heute leben wieder mehr als 9000 Brutpaare in der Bundesrepublik. Mitte der Neunzigerjahre waren es nur noch rund 5500 und 1980 gar nur 1000 gewesen.

«Glücksvogel und Himmelsbote»

Grafikdesigner und Architekt Otto Firle hatte das Kranich-Logo 1918 für Lufthansa entworfen. Es wird seither fast unverändert verwendet. «Das liegt auch an den Werten, die der Kranich verkörpert, und seiner Symbolkraft. Er ist auf der ganzen Welt zu Hause, wird fast so groß und alt wie der Mensch und gilt als Glücksvogel und Himmelsbote», schreibt das Lufthansa Magazin in der aktuellen Ausgabe.

Mehr zum Thema

 Flieger von Lufthansa: Die Airline will deeskalieren.

Lufthansa will den gordischen Knoten mit den Gewerkschaften lösen - mit externer Hilfe

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Bald mit neuen Tarifen?

Lufthansa denkt über Ultra-Billigtarif nach

Carolin Widmann: Jetzt darf der Kasten der Geige auch mit.

Nach Aufruhr um wertvolle Geige: Lufthansa ändert Handgepäckregeln

ticker-lufthansa

Vereinigung Cockpit startet Urabstimmung über Streik bei Lufthansa Cityline

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin