Jet von Lufthansa: Der Konzern strukturiert um.

Nach Aus für CitylineLufthansa fliegt bald mit strategischem Wet-Lease-Partner nach Vorbild von Swiss

Die Lufthansa-Airlines stellen sich neu auf. Eine Marke verschwindet, eine siedelt um - und eine wichtige Rolle einnehmen soll ein Wet-Lease-Partner von außen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Euphorie ist erst einmal vorbei. Nachdem Airlines im vergangenen Jahr immer neue Rekordergebnisse verkündet haben, stehen sie jetzt unter Druck. Auch die Lufthansa-Gruppe merkte das und musste im August die zweite Gewinnwarnung des Jahres herausgeben. Dazu beigetragen hat auch das Ergebnis der Lufthansa Airlines, wozu Lufthansa, Cityline, Discover, Air Dolomiti und neu auch City Airlines gehören.

Dort verzeichnete man einen Halbjahresverlust von minus 427 Millionen Euro. Jetzt soll ein Turnaround-Programm helfen, wieder auf Kurs zu kommen. Denn: Das Verhältnis von Stückkosten zu Stückerlösen stimmt gerade nicht mehr, verriet Finanzchef Jörg Beißel am Dienstag (27. August) bei einem Treffen mit Medien. Während die Stückkosten 22 Prozent über dem Niveau von 2019 liegen, sind es bei den Erlösen nur 15,9 Prozent.

Mehr Saisonalität

Das soll so nicht weitergehen. Daher setzt Lufthansa Airlines an verschiedenen Punkten an. Dazu gehört eine veränderte Kundenstruktur, die für eine stärkere Saisonalität sorgt. Denn wenn weniger geschäftlich geflogen wird und dafür mehr in die Ferien, braucht man zu gewissen Zeiten mehr Flugzeuge.

Bei Ferienairlines ist das schon heute so. Lufthansa kannte das in diesem Ausmaß noch nicht. 25 Flugzeuge brauche man aktuell im Sommer mehr als im Winter, verrät Airlines-Chef Jens Ritter. «Für diese hohe Saisonalität sind unsere Strukturen und Prozesse nicht vorbereitet.» Das müsse man ändern.

Zu viele Flugbetriebe

Hinzu komme, dass bei den Airlines selbst noch eine zu hohe Komplexität liege. Aus den fünf Flugbetrieben, die in Ritters Aufgabenbereich fallen, sollen daher bis 2027 oder 2028 «drei plus eins» werden, so der Manager. Zu den Lufthansa-Airlines gehören dann nur noch Lufthansa, City Airlines, Discover und «ein weiterer strategischer Wet-Lease-Partner», so Ritter. Man strebe eine Partnerschaft an, wie sie die Schwester Swiss mit Helvetic Airways habe. Helvetic fliegt das ganze Jahr über für Swiss auf verschiedenen Strecken.

Diese Partnerschaft werde dann nicht nur helfen, einen stabilen Betrieb zu gewährleisten, sondern eben auch, der stärkeren Saisonalität gerecht zu werden. Welche Airline das sein könnte, verriet Ritter noch nicht. Doch es scheint sich zumindest bereits eine bereit zu machen. Air Baltic gab kürzlich bekannt, schon 2025 Personal in München, Brüssel und Wien zu stationieren - ein Zeichen, dass zumindest für die Lufthansa-Gruppe bald vielleicht mehr geflogen wird als jetzt schon.

Cityline verschwindet, Air Dolomiti nur noch Norditalien

Was bei «drei plus eins» nicht mehr dabei ist: Lufthansa Cityline. Dass sie verschwinden wird, war bereits bekannt, jetzt gibt es auch den konkreten Zeitplan. Ebenfalls nicht mehr zum Verantwortungsbereich der Lufthansa Airlines gehören wird Air Dolomiti. Jedoch wird die Marke bestehen bleiben.

Die Fluggesellschaft werde man aus der «Fläche in Deutschland herausziehen» und wieder zur Norditalien-Spezialistin machen, so Ritter. Von dort werde sie für die Lufthansa-Gruppe die Drehkreuze bedienen - «hoffentlich auch Rom», so Ritter in Anspielung auf die geplante Übernahme von ITA Airways durch die Lufthansa-Gruppe.

100 Flugzeuge für City Airlines, Discover, Wet-Lease-Airline

250 Flugzeuge werden 2028 für die Lufthansa Airlines fliegen, so Ritter weiter. 40 Prozent, also 100 davon bei City Airlines, Discover oder bei dem strategischen Wet-Lease-Partner.

Mehr zum Thema

Erneut Gewinnwarnung: Lufthansa Group kündigt «umfangreiche» Restrukturierung an

Erneut Gewinnwarnung: Lufthansa Group kündigt «umfangreiche» Restrukturierung an

Airbus A320 Neo von Lufthansa: Auch City Airlines bekommt etliche der Jets.

City Airlines bekommt 2025 im großen Stil Airbus A320 Neo

Airbus A220 von Air Baltic:  Bald in Wien und Brüssel?

Fliegt Air Baltic bald deutlich mehr für die Lufthansa-Gruppe?

ticker lufthansa group

HON Circle: Lufthansa Group streicht weitere Sitzplatzprivilegien für beste Vielfliegende

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin