Embraer E195 von Lot: Die polnische Airline stationiert vorübergehend einen Flieger in Tallinn.

Beteiligung und KooperationLot steigt bei estnischer Nordica ein

Es ist Aus zwischen Adria Airways und Nordica: Künftig arbeitet die estnische eng mit der polnischen Nationalairline zusammen. Dabei beteiligt sich Lot auch mit 49 Prozent.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es musste schnell gehen. Nach dem Aus der Nationalairline Estonian Air vergangenen November sorgte die Regierung in Tallinn dafür, dass Estland umgehend eine neue Nationalairline bekam. Damit diese auch schnell loslegen konnte, brauchte sie Hilfe. Die fand sie bei Adria Airways. Die slowenische Fluglinie stellte Betriebslizenz, Flugzeuge und Crews zur Verfügung.

Bis jetzt blieb Adria Airways die wichtigste Partnerin der neuen estnischen Nationalirline, die sich heute Nordica nennt. Sie stellte Buchungssystem und Iata-Code. Doch der einjährige Vertrag mit Option zur Verlängerung um ein Jahr wurde nicht erneuert. Er läuft kommende Woche aus.

Konsolidierung in Osteuropa

Die Esten fanden Ersatz bei Lot. Zum 19. November wechseln sie auf das Buchungssystem der Polen. Ihre Flüge werden künftig den Iata-Code LO statt JP tragen. Zudem wird vorübergehend eine Embraer von Lot in Tallin stationiert, um die Flüge nach München durchzuführen. «Die Zusammenarbeit verstärkt die Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells» kommentiert Nordica-Chef Jaan Tamm.

Die Kooperation reicht weiter als ein simpler Zusammenschluss der Buchungssysteme, wodurch Nordica-Flüge auch bei Lot gekauft werden können und umgekehrt. Es ist auch mehr als der Anschluss Estlands an das Drehkreuz Warschau, von wo aus Passagiere weiter nach Asien oder in die USA fliegen können. Die beiden Partner wollen auch in anderen Bereichen eng zusammenarbeiten. «Das ist der erste Schritt in der Konsolidierung des osteuropäischen Marktes», sagt Lot-Chef Rafal Milczarski.

Langfristigkeit dank Beteiligung

Auch Lot profitiert direkt. Der polnischen Fluggesellschaft fehlen Flugzeuge im Kampf gegen Billigairlines wie Wizz Air oder Ryanair. Nun kann sie zuerst auf zwei, später auf drei Bombardier CRJ 700 und 900 von Nordica zurückgreifen, um Flüge ab Warschau durchzuführen. Um die Langfristigkeit der Zusammenarbeit zu unterstreichen, beteiligt sich Lot mit 49 Prozent an der Nordica-Tochter Regional Jet, welche das Tagesgeschäft durchführt.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack