Dreamliner von Lot: Die Flieger bleiben am Boden.

Lot mottet Dreamliner ein

Die polnische Nationalairline legt die neuen Jets von Boeing bis mindestens Oktober still. Sie glaubt nicht an eine schnelle Lösung des Batterieproblems.

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Es ist nicht gerade das, was man sich als neuer Chef wünscht, wenn man seinen Job antritt. Sebastian Mikosz ist gerade vier Tage im Amt und schon musste der neue Vortandsvorsitzende von Lot den Abbau von fast einem Viertel der Stellen im Unternehmen bekanntgeben. 500 von 2100 Arbeitsplätze sollen verschwinden. Und das sei wohl noch nicht einmal genug, so Mikosz. Lot werde deutlich schrumpfen. Er erhält dabei Unterstützung von Polens Premierminister Donald Tusk. Für die Umstrukturierung der Nationalairline brauche es eine «harte Hand», sagte er am Donnerstag (14. Februar). Entweder gebe es einen Wandel oder das Unternehmen werde nicht mehr weiterbestehen. «Man muss es leider klar und ganz brutal sagen - ohne Entlassungen hat Lot keine Aussicht auf ein Überleben», so der Regierungschef.

In dieser Situation kommt es für Lot reichlich ungelegen, dass die fünfzig weltweit bereits ausgelieferten Dreamliner derzeit auf Geheiß der Behörden nicht fliegen dürfen. Die polnische Airline war die erste in Europa, welche den neuen Vorzeigeflieger von Boeing in Betrieb nahm. Sie kaufte ihn, um die alternden B767 zu ersetzen. Und in Warschau erhoffte man sich auch kräftige Zusatzeinnahmen von Fans, die mit dem neuen Flugzeug fliegen wollen. Entsprechend stark verkaufte man die B787 in der Werbung. Doch nun steht die bislang ausgelieferte Maschine am Boden.

Auch Wunder helfen nicht

Auch die drei weiteren B787, die im März in Warschau ankommen sollten, werden nicht so schnell abheben. Lot beschloss nun nämlich, den Sommerflugplan ohne Dreamliner zu planen. Die Flugzeuge blieben bis mindestens Oktober am Boden. Mikosz rechnet nicht damit, dass Boeing schnell eine Lösung für das Problem der feuergefährlichen Batterien des Hilfsaggregats finden wird. Selbst wenn ein Wunder geschehe und Boeing das Problem bald entdecke, werde es noch einige technische Probleme zu lösen geben. Statt Dreamliner werden nun geleaste B767 auf den Langstrecken fliegen.

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