Eine Let L-410: Ein Flieger dieses Typs verunfallte im April.

Unfall in RusslandLet L-410 ist noch nicht in der Luft, da fährt das Fahrwerk ein

In Russland ist es zu einem ungewöhnlichen Unfall gekommen. Während eines Trainingsfluges fuhr der Fluglehrer das Fahrwerk einer Let L-410 viel zu früh ein.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Kurz nachdem ein Flugzeug von der Startbahn abhebt, überprüft das Cockpitpersonal die Steigrate. Wenn diese in Ordnung ist, wird der Befehl «Gear up» gegeben und der Hebel, der das Fahrwerk einfahren lässt, wird betätigt. Das Fahrwerk klappt ein.

Möglich ist das bei modernen Verkehrsflugzeugen erst in der Luft. Denn ihre Fahrwerke sind so konzipiert, dass man sie unter Last nicht einziehen kann - dafür sorgen spezielle Sensoren. Ausnahmen gibt es, je nach Modell, nur, wenn sich Piloten bewusst über manuelle Sperren hinwegsetzen.

17 Jahre Erfahrung

Zu einem Fall, der Fragen aufwirft, kam es mit einer Let L-410 in Russland. Am Flughafen Magan in der russischen Republik Sakha kam es am 17. April zu einem ungewöhnlichen und schweren Unfall mit einem der zweimotorigen Kurzstrecken-Transportflugzeuge, die seit 1969 im heutigen Tschechien produziert werden.

Die L-410 mit dem Kennzeichen RA-67694 absolvierte an diesem Tag Übungsflüge. An Bord waren drei trainierende Piloten sowie der ausbildende Pilot. Der Ausbilder verfügte über 17 Jahre Flugerfahrung. Laut dem Telegram-Kanal Aviatorshina hatte die Crew schon sechs Anflüge und vier Landungen absolviert, als der Ausbilder die Rolle des Pilot not Flying, also des nicht fliegenden Piloten, übernahm. Einer der trainierenden Piloten übernahm die Rolle des fliegenden Piloten (Pilot Flying).

Fahrwerk auf der Piste eingefahren

Das 28-jährige Flugzeug rollte zur Piste, um den fünften Start des Tages zu absolvieren. Die Maschine beschleunigte auf 140 Kilometer pro Stunde, als der Ausbilder plötzlich das Fahrwerk einfuhr. Das Problem: Die L-410 war noch nicht wirklich in der Luft.

Als er seinen Fehler bemerkte, da die Nase des Fliegers sich senkte, ließ er den Fahrwerkshebel wieder los. Das vordere und auch das linke Fahrwerk waren aber bereits eingefahren und fuhren nicht mehr aus. Das rechte Fahrwerk war draußen. Dies liegt an den Konstruktionsmerkmalen der L-410, bei der zuerst das vordere und dann das linke Rad eingefahren wird, bevor zuletzt das rechte Rad hochklappt.

Keine Verletzten

Die Piloten konnten die Let L-410 auf der Piste halten. Dadurch, dass nur das rechte Fahrwerk ausgefahren war, drehte sich das Flugzeug um 135 Grad. Verletzt wurde niemand, berichtet auch der russische Telegram-Kanal 112. Eine Analyse ergab, dass der Fluglehrer das Fahrwerk bei früheren Flügen in der vorgeschriebenen Mindesthöhe eingefahren hatte.

Das Video zeigt die Maschine nach dem Unfall:

Mehr zum Thema

Der Hebel zum Ein- und Ausfahren des Fahrwerks im Cockpit der Let L410 NG: Hier ist der Griff wirklich ein kleines Rad. Ganz so deutlich...

Wie ein radförmiger Hebel im Cockpit Unglücke verhindert

Vorschaubild auf die Let L-410 NG Seawader: Der tschechische Hersteller ...

Let L-410 NG soll als Wasserflieger endlich Erfolg haben

Let L-410 von Siberian Light Aviation: Instandhaltung nötig.

Russische Airlines fürchten das Aus ihrer Let L-410

nordatlantik

Russische Raketen-Warnung sorgt für Stress auf Flügen zwischen Europa und Nordamerika

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack