Lauda-Jet in Wien: Viel vor, aber noch großer Verlust.

Abzug aus ÖsterreichLauda zieht von Wien nach Malta

Ryanair zieht ihre Tochter Lauda aus Wien ab und baut sie in Malta neu auf. Noch 2020 soll der Betrieb an die neue Lauda Europe übergehen.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Im Juni 2019 gab Ryanair bekannt, eine Tochter in Malta zu gründen. Malta Air werde in den kommenden Jahren von sechs auf zehn eigene Flugzeuge wachsen, hieß es damals. Zudem würden 50 Flieger, die bisher etwa in Deutschland, Frankreich und Italien registriert waren, auf  das Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: Air Operator Certificate oder AOC) der neuen Airline übertragen.

Das war untertrieben. Heute sind rund 120 Flugzeuge von Ryanair über Malta Air registriert. Die deutschen Piloten werden über die maltesische Tochter angestellt.

Noch eine Tochter in Malta

Und nun verlagert Ryanair noch weitere Teile ihres Geschäfts in den steuergünstigen Inselstaat im Mittelmeer: Die österreichische Tochter Lauda zieht nach Malta um. Bisher ist sie in Wien angesiedelt und heißt offiziell Laudamotion GmbH.

In Malta wurde dazu Lauda Europe gegründet, die das Geschäft übernehmen wird. Den dortigen Behörden liegt schon ein Antrag auf ein neues AOC vor, unter dem die Airbus-A320-Flotte von Lauda künftig betrieben wird. Das geht aus Lauda-Dokumenten hervor, die aeroTELEGRAPH vorliegen.

Problem mit Österreichs Steuerrecht

Lauda Europe soll bis November betriebsbereit sein und Laudamotion wird den Betrieb vor Ende des Jahres einstellen. In einem der Dokumente, verweisen die Lauda-Chefs Andreas Gruber und David O'Brien zur Begründung auf das österreichische Steuerrecht.

Unter dieses Steuerrecht würden alle Crews fallen, egal wo sie stationiert seien, so die Geschäftsführer. Mit Lauda in Malta sei man flexibler. Wenn man Stationen in Europe eröffne, würden die Angestellten in den Ländern Steuern zahlen, in denen sie stationiert seien. Das gelte auch für die derzeit in Düsseldorf und Mallorca stationierten Mitarbeiter.

Mitarbeiter sollen an Bord bleiben

An die eigenen Crews schreiben die Lauda-Chefs, wer den zuletzt ausgehandelten, neuen Verträgen zugestimmt habe, dem werde eine Stelle bei Lauda Europe angeboten. Auch die Mitarbeiter in der Verwaltung sollen entsprechende Möglichkeiten bekommen, berichtet das Portal Aviation Net Online nach einem Gespräch mit O'Brien. Die Hauptverwaltung werde aber nach Malta umziehen und in Wien nur eine kleine Außenstelle verbleiben.

Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Vida hatte Ryanair Laudas Abzug aus Wien schon Ende Mai einmal angedroht. Anfang Juni gab es dann doch noch eine Einigung.

Mehr zum Thema

Airbus A320 von Lauda: Aus für Basis Stuttgart.

Lauda schließt Basis in Stuttgart

Airbus A320 von Lauda:  Kommt nach Wien zurück.

Lauda macht Abzug aus Wien rückgängig

Flieger von Ryanair: Die Meinungen im Cockpit sind gespalten.

Deutsche Piloten beugen sich Ryanairs Druck

ticker-ryanair

Berlin, Köln und Hahn: Ryanair beklagt lange Wartezeiten wegen EES

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg