Über den ganzen Rumpf zieht sich eine rote Linie.

Österreichischer BilligfliegerLauda droht Mitarbeitern mit Ryanair-Basis in Wien

Die österreichische Ryanair-Tochter will kostengünstiger arbeiten. Gelinge das nicht, werde der Mutterkonzern selber Flieger in Wien stationieren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Angesichts sinkender Gewinne, fehlender Boeing 737 Max und eines drohenden harten Brexits sind bei Ryanair Hunderte Jobs in Gefahr. Das erklärte Airline-Chef Michael O'Leary am Mittwoch (31. Juli) in einer Videobotschaft an die Angestellten. Am selben Tag verschickte der Chef der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda einen Brief an seine Mitarbeiter. Das Schreiben, das den Titel «Important Business Update» trägt und komplett in Englisch verfasst ist, liegt aeroTELEGRAPH vor und ist durchaus drastisch.

Nachdem Gruber Laudas Erfolge in den vergangenen knapp anderthalb Jahren lobt, bilanziert er, die Airline habe im vergangenen Jahr dennoch 140 Millionen Euro Verlust gemacht, die Ryanair geschultert habe. Für dieses Jahr erwarte man immer noch ein Minus von 50 Millionen Euro aufgrund von «hohen Treibstoffkosten, sehr günstigen Preisen, deutlichen Lohnerhöhungen und Ineffizienz von Crews». Man müsse produktiver werden und Ryanairs Effizienz erreichen, sonst werde «das Geschäft scheitern», so Gruber.

Stationiert Ryanair eigene Jets?

Da man an der Heimatbasis in Wien hohe Kosten und eine niedrige Produktivität habe, stehe die Erweiterung der Flotte um vier zusätzliche Jets im kommenden Winter nun in Frage, heißt es weiter. «Wenn wir nicht die notwendigen Änderungen am Business Modell und am Betrieb vornehmen, wird das geplante Wachstum von Ryanair aufgenommen, die eine Basis aufbauen und vier Boeing-Flieger nach Wien verlegen wird, wo sie effizienter und zu niedrigeren Kosten betrieben werden können als die Lauda-Flotte.»

Um das abzuwenden, müsse man mit dem Betriebsrat bis zum 14. August eine Einigung zu Änderungen am Kollektivvertrag für die Belegschaft vornehmen, argumentiert Gruber. Dabei gehe es etwa um festere Dienstplanungsmuster als bisher. Einige man sich nicht, würde dies Jobverluste für bis zu 30 Cockpitcrews zur Folge haben. Der Lauda-Chef erklärt weiter, im Rahmen von Kosteneinsparungen würden in den kommenden Wochen oder Monaten einige Funktionen auch zu Ryanair verlegt werden, wo sie durch die Konzernstrukturen kostengünstiger seien. Dabei gehe es etwa um Schadensersatzansprüche der Passagiere bei Flugverspätungen und -ausfällen.

Keine gute Stimmung

Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH erklärte eine Sprecherin von Lauda zu dem Schreiben nur, die Airline müsse sich aufgrund der Marktsituation «wettbewerbsfähiger strukturieren». Man hoffe aber, eine Einigung mit dem Betriebsrat zu finden und einen Stellenabbau so vermeiden zu können.

Bei Lauda schwelt schon seit Wochen ein Konflikt zwischen dem Betriebsrat und dem Management, der nun wohl sogar vor Gericht weitergeht. Die Arbeitnehmervertretung wirft Lauda vor, kranken Mitarbeitern in Briefen zu drohen, was die Airline abstreitet. Zudem klagt der Betriebsrat, ihm würden keine angemessenen Räume zu Verfügung gestellt.

Mehr zum Thema

Jets von Ryanair: Neue Flieger lassen auf sich warten.

Hunderte Jobs bei Ryanair in Gefahr

Lauda-Jet: Die Angestellten sind sauer.

Betriebsrat von Lauda zieht vor Gericht

Airbus A320 von Lauda: Jets werden bereits verlegt.

Dicke Luft bei Lauda

Auf der Farnborough Airshow: Die Boeing 737 Max 10 ist inzwischen zugelassen.

Wie viel wissen Sie über die Boeing 737 Max 10?

Video

learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 d aihz duesseldorf
Zum Abschied gab es für die D-AIHZ noch einen Wassersalut: Am Montag hat auch der letzte Airbus A340-600 von Lufthansa Düsseldorf und Deutschland verlassen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Aggrarflugzeug kurz vor Absturz: Das Flugzeug traf einen Kindergarten.
In Brasilien ist ein Agrarflugzeug kurz nach dem Start in eine Kindertagesstätte gestürzt. Das Flugzeug traf glücklicherweise einen Gebäudeteil, den die Kinder nicht nutzen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies