1. Latam, Chile/Brasilien: 86,41 Prozent.

ChileLatam prüft eigenen Lowcost-Ableger

Billigflieger machen sich in Südamerika breit. Branchenriese Latam scheint nun auf die Herausforderung reagieren zu wollen.

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In Argentinien bricht die Lowcost-Ära gerade an und auch im Nachbarland Chile tut sich etwas: Die erst 2017 gestartete Billigairline Jet Smart erhält 56 Airbus A320 Neo und 14 Airbus A321 Neo. Die Flugzeuge sind Teil der riesigen Order über 430 Jets vom Jet-Smart-Mutterkonzern Indigo Partners bei Airbus. Auch die chilenische Sky Airline hat auf ein Billigmodell umgestellt.

Und Latam, die mit Abstand größte Fluglinie des Landes, hat einen Light-Tarif eingeführt, in dem Sitzplatzwahl und Aufgabegepäck nicht enthalten sind. Die aus der chilenischen LAN und brasilianischen TAM entstandene Latam mit Sitz in Santiago de Chile scheint es aber nicht bei einem Billigtarif belassen zu wollen, wenn es um Lowcost-Ambitionen geht. Wie die Zeitung El Mercurio berichtet, hat die Fluggesellschaft gegenüber der chilenischen Luftfahrtbehörde eine Absichtserklärung abgegeben mit dem Ziel, ein Luftfahrtunternehmen zu gründen.

Vorbild in den USA?

Das Blatt schreibt unter Berufung auf Branchenquellen, dass dies der erste Schritt sein könnte zum Aufbau eines Lowcost-Ablegers von Latam, auch wenn sich alles noch in einem frühen Stadium befände. «Das Modell wäre ähnlich zu dem, was American Airlines mit American Eagle gemacht hat», schreibt El Mercurio. Bei American Egale handelt es sich um eine Marke, unter der verschiedene Regionalairlines Zubringerflüge für American Airlines durchführen. Einige dieser kleinen Fluglinien sind komplett im Besitz von American Airlines.

Dem Bericht zufolge könnte Latam auch ein ähnliches Modell für Argentinien in Erwägung ziehen, dort würden aufgrund einer Mindestpreisregel aber mehr Schwierigkeiten drohen. Auf Nachfrage erklärte Latam gegenüber der Zeitung zu dem Thema lediglich, man prüfe immer Alternativen für die Entwicklung des Luftverkehrs in der Region.

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