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Dubai Air Show

Airbus holt sich Monsterauftrag für 430 Jets

Die Europäer sind zurück: Die US-Holding Indigo Partners will mehr als 400 Airbus A320 Neo für ihre Airlines in aller Welt kaufen.

Airbus

Airbus A320 Neo von Volaris: Der Hersteller sichert sich weitere Aufträge.

William Augustus «Bill» Franke begann seine Karriere in der Papierindustrie, dann wechselte er in die Bankbranche und in den Einzelhandel. Doch seine Berufung fand er 1993, als er Chef von America West Airlines wurde. Er blieb der Luftfahrtbranche danach treu, zuerst als Präsident von Tiger Airways, dann von Spirit Airlines, als früher Investor bei Ryanair, der Leasinggesellschaft Airplanes Group und als Berater von Mandala Airlines.

Und nun hat der 80-Jährige einen der größten Deals in der Luftfahrtgeschichte abgeschlossen. Wie Airbus am Mittwoch (15. November) an der Dubai Air Show bekannt gab, hat Indigo Partners eine Absichtserklärung zum Kauf von neuen Jets im Wert von 49,5 Milliarden Dollar nach Listenpreisen unterzeichnet. Die von Franke geführte Investmentgesellschaft mit Sitz in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona ist an diversen Billigairlines beteiligt.

Bestehende Orders verdoppelt

Konkret geht es um eine Order von 273 Airbus A320 Neo und 157 A321 Neo. Die Flieger sind für Indigos Beteiligungen Frontier Airlines (USA), Volaris (Mexiko), Wizz Air und Jetsmart (Chile) vorgesehen. Man sei zuversichtlich was das weitere Wachstum der Fluggesellschaften angehe, begründet Bill Franke den Monsterauftrag.

Indigo Partners ist bereits treuer Airbus-Kunde. Die Airlines der Gruppe haben schon vor der heutigen Riesenorder 427 Flieger der A320-Familie bestellt. Nun verdoppelt sich die Menge. Die neue Order teil sich wie folgt auf die vier Airlines auf: Frontier bekommt 100 A320 Neo und 34 A321 Neo, Volaris 46 A320 Neo und 34 A321 Neo, Wizz Air 72 A320 Neo und 74 A321 Neo und Jetsmart 56 A320 Neo und 14 A321 Neo.

Airbus überflügelt Boeing

Mit dem Vertrag überflügelt Airbus Boeing. Bislang trumpften an der Luftfahrtmesse vor allem die Amerikaner auf. Für einen ist das besonders erfreulich: Der langjährige Airbus-Verkaufschef John Leahy. Er will Endes des Jahres in Rente gehen.



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