Flughafen Simferopol: Vorübergehend geschlossen.

Luftfahrt trotzt Krim-Krise

Russland und die Ukraine lassen die Muskeln spielen. Dabei setzen sie auch Flughäfen als Pfand ein. Doch die Luftfahrt lässt sich davon nicht beeindrucken.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Lage ist explosiv. Das Oberhaus in Moskau erteilte am Samstag (1. März) Wladimir Putin einstimmig die Erlaubnis, Truppen auf die Krim entsenden zu dürfen. Zuvor hatte der russische Präsident erklärt, wegen der «außergewöhnlichen Lage» in der Ukraine müsse er sich alle Optionen offen lassen. Russische Bürger und Armeeangehörige seien in Gefahr. Die Ukraine versetzte daraufhin umgehend die eigene Armee in höchste Alarmbereitschaft, um die Krim zu verteidigen.

Bereits am Freitag hatten uniformierte Truppen strategische Orte auf der Halbinsel im Schwarzen Meer besetzt. Auch am Flughafen Simferopol standen die Männer, von denen bis jetzt nicht klar ist, auf wessen Geheiß sie agieren. Kurze Zeit später schloss der Airport. «Wegen Beschränkungen bei der Benützung des Luftraumes über der Autonomen Republik Krim fertigt der Flughafen Simferopol derzeit keine Flüge ab», schrieb er auf seiner Internetseite. Yan Air und Ukraine International strichen ihre Flüge von Kiew nach Simferopol.

Istanbul-Flüge fallen noch aus

Doch obwohl die Lage sich am Samstag zuspitzte, ging in Simferopol plötzlich wieder etwas. Man werde den Abendflug PS061 durchführen, erklärte Ukraine International plötzlich. Die Boeing 737-800 der Fluggesellschaft landete dann gegen 21 Uhr Lokalzeit auch pünktlich am Flughafen auf der Krim. Für Sonntag sind nur noch die beiden Flüge von Turkish Airlines aus Istanbul gestrichen.

Die Lufthansa behält ihre geänderten Flugzeiten für Kiew-Flüge vorderhand bei. Statt über Nacht in der ukrainischen Hauptstadt zu bleiben, fliegt die deutsche Fluggesellschaft nun später hin und nach nur kurzer Zeit wieder zurück.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier