Der Airbus A340 mit der Kennung D-AIGK von Lufthansa: Der Jet fliegt nun im Iran.

Strafe gegen Embargobrecher

Kyrgyz Trans Avia half dem Iran, an alte Airbus A340 der Lufthansa zu kommen. Darum wurde die Fluggesellschaft nun von den USA bestraft.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ein ziemlicher Umweg, den die beiden Airbus A340 von Lufthansa nahmen, bis sie endlich an ihrer Enddestination waren. Die ehemalige «Oldenburg» und «Bayreuth» wurden von der deutschen Fluggesellschaft Ende 2012 an die junge thailändische Chaba Airlines verkauft. Doch lange blieben sie dort nicht. Zum Einsatz kamen die A340-300 ebenso wenig. Am 22. und 25. Dezember wurden sie von Chaba nach Kirgistan überführt. Dort übernahm sie Kyrgyz Trans Avia. Doch auch dort wurden die Flugzeuge nie eingesetzt. Die kirgisische Fluglinie flog die A340 umgehend in den Iran, wo sie nun für die iranische Mahan Air fliegen. Der Umweg war nötig, weil das Land aufgrund zahlreicher Sanktionen eigentlich gar nicht an Flieger aus dem Westen kommen dürfte.

Nur durch derart komplizierte Lieferketten lässt sich das strikte Embargo umgehen. Wer sich daran beteiligt, geht aber ein hohes Risiko ein. Ihm drohen selbst harte Sanktionen. Die Vereinigten Staaten setzten denn nun auch Kyrgyz Trans Avia auf eine Schwarze Liste der Embargobrecher. Die kirgisische Fluggesellschaft habe Mahan Air in Umgehung der Sanktionsmaßnahmen Flieger besorgt. Hinzu kommt, dass Mahan Air noch einen anderen Makel hat. Sie macht immer wieder Flüge zur Unterstützung des Regimes in Syrien.

Noch zwei weitere Airlines sanktioniert

Dass Kyrgyz Trans Avia lediglich als Mittelsunternehmen für Irans Flugzeugkäufe besteht, wurde schon länger vermutet. Doch mit dem neuesten Schritt hoffen die USA, die Fluglinie festzunageln. Neben Kyrgyz Trans Avia sanktionierten die USA auch die beiden ukrainischen Fluggesellschaften Bukovyna und Ukrainian-Mediterranean.

Alle Fluglinien auf der Liste weisen jedoch die Anschuldigungen zurück. Man habe sich immer gesetzeskonform verhalten, so ein Sprecher der kirgisischen Airline laut dem Radiosender Radio Free Europe. Man habe lediglich Zivilflugzeuge in den Iran geflogen, mit allem anderen habe man nichts zu tun.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

Tap Air Portugal: Wer bekommt den Zuschlag?

Lufthansa und Air France-KLM müssen bei Tap nachlegen

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg