Cockpit einer 737 Max: Bald mehr Redundanzen.

Software-UpdateZwei Computer sollen Boeing 737 Max Daten liefern

Boeing nimmt am System der Flugsteuerung der 737 Max fundamentale Änderungen vor.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Bei Tests der Boeing 737 Max fanden Ermittler und Testpiloten in den vergangenen Wochen neue Probleme. Im Juni wurde bekannt, dass es auch durch die Fehlfunktion eines Mikroprozessors dazu kommen kann, dass der Autopilot die Nase des Fliegers nach unten drückt. Das hat dazu geführt, dass der Flugzeugbauer an der Technik der 737 Max eine fundamentale Änderung vornimmt, berichtet die Seattle Times.

Statt wie bisher auf einen Computer soll das Flugsteuerungssystem sich künftig auf Eingaben von beiden Bordcomputern verlassen. So soll verhindert werden, dass die Fehlfunktion eines Mikroprozessors zu einem Sturzflug führen kann. Bisher kommen die Inputs von einem Computer, beim nächsten Flug wird auf den anderen gewechselt.

Mehr Redundanzen

Beide Computer sollen Daten von verschiedenen Sensoren erhalten – eine weitere Redundanz, die den Flug mit der Boeing 737 Max sicherer machen soll. Denn das führt auch dazu, dass das Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS die Daten von zwei verschiedenen Stellen erhält.

Fehlfunktionen des MCAS führten unter anderem zu zwei tödlichen Abstürzen von Boeing 737 Max. Falsche Geschwindigkeitsdaten sorgten dafür, dass das System, das eigentlich einen Strömungsabriss verhindern soll, die Nase des Fliegers nach unten drückte und so einen Sturzflug auslöste. Die Piloten waren in beiden Fällen nicht in der Lage, das MCAS rechtzeitig abzuschalten.

MCAS wurde kein einziges Mal erwähnt

Das lag auch daran, dass die Frauen und Männer im Cockpit nicht ausführlich über das System und potenzielle Fehlfunktionen informiert worden waren. Die Federal Aviation Administration  FAA erklärte das MCAS zunächst für nicht wichtig genug, um den Piloten das neue System zu erklären, wenn diese für den neuen Flugzeugtyp umgeschult werden.

Das ist ein Punkt, der nach den beiden tödlichen Abstürzen von Boeing 737 Max wiederholt kritisiert wurde.  Die Luftfahrtbehörde der USA hatte sich dabei auf die Einschätzung von Boeing verlassen. In einem 30-seitigen Dokument, in dem die Behörde die Unterschiede zwischen der alten und der neuen 737 aufzeigt, wurde das MCAS gemäß der Zeitung New York Times nicht ein Mal erwähnt.

Boeing will Max im Oktober wieder in der Luft sehen

Auch deshalb überprüft die FAA den neuen Flieger nun noch einmal ganz genau. Dabei wurden etwa auch die Probleme mit dem Mikroprozessor entdeckt, welcher ebenfalls einen Sturzflug auslösen kann. Laut der Seattle Times bleibt Boeing aber zuversichtlich, dass die Fehler bis Oktober behoben sein werden. Andere sind aber weniger optimistisch. Diverse Airlines planen bis zum Ende des Jahres ohne die Max.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max beim Erstflug: Malaysia Airlines will den neuen Jet.

Auch Autopilot der Boeing 737 Max zickt

Airbus A350: Der Konzern verkaufte 2019 besser als 2018 - aber nicht sehr viel besser.

Airbus überholt wohl erstmals seit 2011 Boeing

Modell der 737 Max: Die echten Flieger bleiben am Boden.

Behörde überließ Boeing die eigenen Kontrollen

ticker-boeing-1

Boeing entwickelt KI-Plattform für Flugzeugwartung mit Microsoft

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack