Flieger von Skywork in Bern: Die Beziehung zum Flughafen ist angespannt.

Gegenseitige AnschuldigungenWortkrieg Bern gegen Skywork

Die Ankunft von BMI Regional am Flughafen Bern hat nicht nur Freunde. Heimanbieterin Skywork macht dem Airport-Management heftige Vorwürfe. Das schießt zurück.

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Bei Skywork lässt man seinem Ärger freien Lauf. Das Management des Flughafen Berns habe ihr «ohne Rücksicht» eine ausländische Fluglinie auf der ertragreichen Strecke München vor die Nase gesetzt, so die Schweizer Regionalairline in einer Stellungnahme. BMI Regional wird ab dem 29. gleich drei Mal täglich Bern und die bayerische Landeshauptstadt verbinden. Skywork fliegt zwei Mal, bis dahin im Monopol. Die neue Konkurrenz sei fatal. Denn das Passagieraufkommen auf der Strecke sei begrenzt, fährt die Fluglinie fort.

Der nun resultierende Preiskampf diene niemandem, glaubt Skywork. «Die beiden Fluggesellschaften werden finanzielle Einbußen erleiden.» Die Airline ärgert sich besonders, weil die Strecke Bern - München im Mai 2013 «auch auf ausdrücklichen Wunsch des Managements des Flughafens Bern» in den Flugplan aufgenommen wurde, wie sie erklärt. Nun hätten die gleichen Leute BMI angeworben – mit «einem überzeichneten Passagierpotenzial».

Skywork sieht nur Verlierer der neuen Situation

Skywork fühlt sich offensichtlich veräppelt. Langfristig gebe es nur Verlierer der neuen Situation. «Der Flughafen wird aller Voraussicht nach auch dazu gehören», so Skywork. Das Management des Airports wehrt sich und sieht es ganz anders. Skywork habe auf der München-Strecke mit dem «frühen Abflug in Bern einen klaren Vorteil für die wichtigen Geschäftskunden», sagt Operativchef Daniel Steffen im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Diesen solle Skywork nur aktiver vermarkten.

Zudem habe Skywork noch nicht ausgeschöpftes Potenzial. «Der Flughafen Bern sieht aber noch einige interessante potenzielle Strecken für Skywork», so Steffen. Der Krieg der Worte ist eröffnet. Und dabei ist eines sicher: Das nützt niemandem.

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