Flieger von Air Seoul: Die Billigairline startet am 11. Juli.

Air Seoul, Jeju Air, Fly Yangyang...Koreas Markt für Billigflüge boomt

Der Markt für billige Flüge in Südkorea wuchs in den vergangenen Jahren rasant. Nun treten immer mehr Anbieter auf. Das birgt auch Risiken.

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Die Wachstumszahlen können sich sehen lassen: 2010 vereinten Billigflieger in Südkorea noch 2,3 Prozent des gesamten Passagierverkehrs auf sich. Im vergangenen Jahr waren es 21 Prozent. Die günstigen Anbieter schaffen das, indem sie Nischenairports anfliegen, die für die Premium-Airlines uninteressant sind - ganz nach der Manier, mit der einst die europäischen Riesen wie Ryanair und Easyjet groß wurden.

Auch die Flotten der koreanischen Billigflieger wachsen stetig. Die größte Anbieterin Jeju Air orderte gerade 3 weitere Boeing 737-800. Derzeit beträgt die Flottengröße rund 26 Flieger. Die Zahl der Destinationen soll von 41 auf rund 50 wachsen. Insgesamt stehen den Flugzeugbauern Bestellungen für Dutzende neue Flieger von Koreas Billigairlines ins Haus.

Neue Anbieter

Außerdem drängen auch neue Anbieter auf den Markt. Air Seoul ist Asiana Airlines' neueste Billigtochter. Sie startete im vergangenen Juli und bietet seit Oktober auch internationale Flüge innerhalb Asiens an. Fly Yangyang hat im vergangenen Monat die Lizenz beantragt und will auch bald starten. Wie die Zeitung Chosun Ilbo schreibt, planen mindestens drei weitere Airlines den Einstieg in Koreas Billigmarkt.

Eine Herausforderung besteht für die Fluglinien aber: Auch chinesische Anbieter liebäugeln damit, in den koreanischen Markt einzusteigen, schreibt Chosun Ilbo weiter. Sollte das passieren, dürfte der Druck auf die Preise und damit die Margen schmerzhaft werden. Fluglinien müssen dann sehen, wie sie sich über mehr als nur den Preis unterscheiden.

Parallelen zu Europa

Auch hier lassen sich Parallelen zu Europas Markt erkennen, Ryanair, Easyjet und Co. zielen inzwischen auf mehr als nur Urlauber und preissensitive Kunden. Geschäftsreisende machen einen großen Teil des Geschäfts aus und die Airlines haben auch ihre Ziele dementsprechend angepasst. Erst gerade gab Ryanair etwa bekannt, an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt am Main eine Basis zu eröffnen.

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