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Loganair und Co.

Konkurrenten stürzen sich auf Strecken von Flybe

Loganair, Aurigny, Blue Islands, Eastern: Bereits einen Tag nach dem Ende von Flybe übernehmen andere Airlines viele Routen.

Loganair

Saab 2000 von Loganair: Die Fluglinie baut auf Strecken der untergegangenen Flybe aus.

«Ich danke allen Kommunen, bei denen wir das Privileg hatten, sie zu bedienen.» Mit diesen Worten verabschiedete sich Flybe-Chef Mark Anderson am frühen Donnerstagmorgen. Die britische Regionalairline stellte nach 40 Jahren den Betrieb ein. Und damit verloren auch einige Ortschaften ihre Flugverbindungen.

In Southampton war Flybe gemäß dem Luftfahrtdatenanbieter Cirium für 95 Prozent der Flüge verantwortlich, in Belfast City für 80, in Exeter für 78, in Newquay für 65, in Wick für 59, in Jersey für 57, in Cardiff für 52, auf Guernsey für 50 und auf der Isle of Man für 49 Prozent. Für einigen betroffenen Routen gibt es aber bereits Ersatzlösungen. Mehrere Konkurrenten von Flybe haben am Donnerstag (5. März) angekündigt, Strecken der untergegangenen Airline zu übernehmen.

Loganair baut deutlich aus

Gleich 16 Strecken übernimmt Loganair. Man füge dem Flugplan dadurch 400 zusätzliche Flüge hinzu, so die schottische Fluglinie. Sie will auch ehemaliges Personal von Flybe übernehmen und hat gemäß dem Magazin Flightglobal den Leasingvertrag für zwei ATR 72 übernommen. Zu den Routen, die Loganair übernimmt, gehören Aberdeen – Belfast City, Edinburgh – Cardiff, Edinburgh – Newquay und Newcastle – Southampton.

Auch andere Fluggesellschaften schnappen sich attraktive Strecken, auf denen kein Platz ist für zwei Anbieter. So übernimmt Aurigny die beiden Strecken Guernsey – Exeter und Guernsey – Birmingham. Blue Islands bietet ab kommender Woche Flüge von Jersey und Guernsey nach Bristol, Southampton, London City, East Midlands und Newquay an.

Gute Nachricht für walisische Insel

Eastern Airways verliert mit Flybe ihren Marketingpartner. Die britische Regionalairline hat deshalb beschlossen, künftig Tickets direkt über die eigene Webseite zu verkaufen. Zudem übernimmt sie 13 Strecken selbst, die sie bisher im Auftrag der insolventen Partnerin bediente. Zudem bedient sie auch Aberdeen – Birmingham, Southampton – Manchester und Southampton – Newcastle von Flybe. Insgesamt sind bereits ein Fünftel der Flybe-Strecken damit wieder neu besetzt worden.

Das sind auch gute Nachrichten für die Insel Ynys Môn oder Anglesey vor der Nordwestküste von Wales. Dorthin flog bisher ausschließlich Flybe. Allerdings führte auch diese Flüge Eastern Airways durch. Sie werden ebenfalls übernommen – auch weil sie staatlich subventioniert werden.



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