GegenmaßnahmeKLM könnte über 1000 Flüge in die USA verlieren

Die niederländische Regierung will die Kapazität am Flughafen Amsterdam Schiphol reduzieren. Das könnte die Nationalairline KLM einiges kosten - weil die USA Gegenmaßnahmen planen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Um 40.000 Flugbewegungen will die niederländische Regierung die Kapazität am größten Flughafen des Landes reduzieren. Statt 500.000 Starts und Landungen sind in Amsterdam-Schiphol nur noch 460.000 geplant. Im Winterflugplan sollen es noch einmal 8000 weniger sein. Das wird für KLM möglicherweise teuer.

Denn: Gegenwind gegen die Maßnahme kommt aus den USA. Dort sieht man das Open-Skies-Abkommen der beiden Länder durch das Vorhaben verletzt. Eigentlich sieht es vor, dass Airlines beider Länder unbegrenzt Flüge in das jeweils andere Land anbieten können. Doch durch die Kapazitätsbeschränkungen stehen für amerikanische Fluggesellschaften über 1000 Slots auf dem Spiel.

Jetblue erhält keine Slots

Unter anderem führte die Maßnahme dazu, dass Jetblue für kommenden Sommer keine Start- und Landerechte in Schiphol erhält. Alle 24 Fluggesellschaften ohne historische Rechte, die sich am niederländischen Flughafen um Slots für den nächsten Sommer beworben hatten, gingen leer aus. Jetblue hatte für diesen Fall schon vorsorglich das Verkehrsministerium der USA zu Gegenmaßnahmen aufgefordert. Eine Option wäre ein New-York-Verbot für KLM. In einem ersten Schritt müssen niederländische Fluggesellschaft aber nur ihre Flugpläne vorab anmelden - eine bürokratische Schikane.

Doch es könnte eine noch stärkere Gegenmaßnahme kommen. Wie die Zeitung De Telegraaf berichtet, könnten die Niederländer dieselbe Menge an Start- und Landerechten für die USA verlieren, wie amerikanische Fluglinien in den Niederlanden. Der Verlust von 1000 Flügen wäre bitter für KLM. Laut der Zeitung befindet sie sich gerade in intensivem Austausch mit dem Verkehrsministerium, um das Problem zu lösen.

KLM warnt die Regierung

«Wir haben die niederländische Regierung wiederholt auf die möglichen Folgen hingewiesen, die ein erzwungener Kapazitätsabbau in Form von Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen könnte. Dies ist sehr schädlich für KLM und gefährdet das Netzwerk, das die Niederlande mit dem Rest der Welt verbindet», zitiert die Zeitung einen Sprecher.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo von Jetblue: Die Airline bekommt Unterstützung aus Washington.

USA bremsen KLM aus, um Jetblue zu helfen

Goldkarte von Flying Blue: Was bringt sie?

Flying Blue – was der Vielfliegerstatus bei Air France und KLM bringt

Airbus A320 Neo von SAS: Die Airline wechselt das lager.

SAS verlässt Star Alliance und bandelt mit Air France-KLM an

Flugverlauf: Absturz nahe West Palm Beach.

Bombardier Learjet 60 stürzt in Wohngebiet in Florida - neun Tote

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies