Airbus A320 Neo von SAS: Die Airline wechselt das lager.

Siegreiches KonsortiumSAS verlässt Star Alliance und bandelt mit Air France-KLM an

Die skandinavische Fluglinie war Gründungsmitglied. Jetzt verlässt sie die Star Alliance und wechselt zu Skyteam. Denn Air France-KLM gewann mit Partnern das Bieterrennen um SAS.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Wir sind stolz, ein Gründungsmitglied von Star Alliance gewesen zu sein», sagte Anko van der Werff am Dienstagabend (3. Oktober) bei einer Medienkonferenz. Und man sei stolz, was man mit der Allianz erreicht habe, so der Chef von SAS. Dennoch wird seine Fluggesellschaft das Bündnis nach 26 Jahren verlassen. «Das wird nicht umgehend geschehen», sagte er, aber «zu gegebener Zeit».

SAS wird zu Skyteam wechseln. Der Grund dafür ist finanziell. SAS suchte im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens neue Investoren, die frisches Kapital einschießen. Und nun hat die skandinavische Fluggesellschaft die Gewinner des Bieterwettbewerbs bekannt gegeben. Das höchste Gebot sei gewählt worden, so van der Werff.

Völlig neue Eigentümerstruktur

Und im siegreichen Konsortium ist ein Skyteam-Schwergewicht mit dabei. Insgesamt investieren die vier Partner 12,9 Milliarden schwedische Kronen oder umgerechnet 1,1 Milliarden Euro in SAS. Dadurch erhält die Fluggesellschaft eine völlig neue Eigentümerstruktur.

Finanzinvestor Castlelake wird mit 32 Prozent zum größten Aktionär, der dänische Staat wird 25,8 Prozent halten, Air France-KLM 19,9 Prozent und Finanzinvestor Lind Invest 8,6 Prozent. Der Rest der Aktien wird an diverse Gläubiger gehen. Die aktuellen Anteilseigner - darunter der schwedische Staat mit bisher 21,8 Prozent und die Industriellenfamilie Wallenberg mit 3 Prozent - verlieren ihren Einsatz.

Enge Beziehungen zu Air France und KLM

Parallel zum Bündniswechsel strebt SAS eine kommerzielle Zusammenarbeit mit Air France, KLM und ihren anderen Fluggesellschaften ans. «Durch den Abschluss dieses Prozesses und die Möglichkeiten, die sich durch die Zugehörigkeit zu Skyteam ergeben, werden wir in der Lage sein, das Angebot von SAS [...] weiter zu verbessern», kommentiert van der Werff.

Auch Benjamin Smith zeigt sich überglücklich. «Dies ist ein wichtiger Tag für SAS und für Air France-KLM. Wir freuen uns, dass wir Teil des Bieterkonsortiums sind», so der Vorstandsvorsitzende des französisch-niederländischen Konzerns. Man freue sich darauf, starke Geschäftsbeziehungen mit SAS aufzubauen.

Expansion im Norden Europas

«Mit der gut etablierten Position in Skandinavien und seiner starken Marke bietet SAS ein enormes Potenzial für Air France-KLM», so Smith So könne  man die eigene Position in den nordischen Ländern stärken. Und das kostet die Gruppe nicht alle Welt. 138 Millionen Euro investiert sie insgesamt für ihren Anteil.

Mehr zum Thema

Eine Boeing 737-700 von SAS: Ende November endet nach 30 Jahren das Kapitel 737 bei SAS.

SAS sagt Boeing 737 für immer «farväl»

Toblerone: Ist bei SAS und Norwegian rausgeflogen.

SAS und Norwegian boykottieren Milka, Toblerone und Co.

Die SE-RSC und ihr Leasing-Konstrukt: Gegen die ehemalige Betreiberin SAS gibt es Forderungen.

Airbus A350 wird versteigert - samt Forderungen gegen SAS

ticker-air-france

Air France erweitert kombiniertes Bahn- und Flugangebot um TGV-Ouigo-Verbindungen

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier