Pieter Elbers: Auch in der niederländischen Öffentlichkeit beliebt.

Unruhe bei Air France-KLMKLM-Chef Pieter Elbers droht die Absetzung

Konzernchef Benjamin Smith will Air France und KLM enger verzahnen. Das gefällt KLM-Chef Pieter Elbers nicht. Wird sein Vertrag verlängert?

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Pieter Elbers ist bei seinen Mitarbeitenden und in der niederländischen Öffentlichkeit äußerst beliebt. Der KLM-Chef hat seine Fluggesellschaft in den vergangenen Jahren wirtschaftlich auf Erfolgskurs gehalten. Seit seinem Amtsantritt 2011 hat der ehemalige leitende Bodenmitarbeiter die Passagierzahlen um fast 50 Prozent auf 34,2 Millionen erhöht. Die Auslastung der Airline betrug zuletzt eindrückliche 89 Prozent.

Trotzdem droht Elbers nun die Absetzung. Wie französische und niederländische Medien berichten, wehrt sich der 49-Jährige gegen einen Plan seines neuen Vorgesetzten Benjamin Smith. Der Vorstandsvorsitzende des Dachkonzerns Air France-KLM will seine Fluggesellschaften enger an die Leine nehmen. So sollen mehr Funktionen von der Zentrale aus gesteuert werden, unter anderem Flugzeugbestellungen und Entscheidungen über Kooperationen.

Lufthansa macht es seit Langem

Das aber will Elbers nicht. In den Niederlanden ist man allgemein der Zentralisierung im Air-France-KLM-Konzern gegenüber negativ eingestellt. Denn während die niederländische Fluggesellschaft finanziell erfolgreich ist, hat die französische seit Jahren Probleme. Die Skepsis ist also verständlich. Genauso sind aber Smiths Begehren nachvollziehbar. Er würde nur tun, was etwa Lufthansa seit Langem macht. So werden Flugzeugorders zentral in Frankfurt entschieden, Strecken müssen ebenfalls zentral abgesprochen werden, ebenso wurde die Kabineneinrichtung vereinheitlicht.

Die Mitarbeitenden von KLM wollen ihren Chef aber behalten. Mehr als 13.000 von ihnen haben bereits eine Petition für Elbers unterzeichnet. Sogar das Wort Streik ist dabei bereits gefallen.

Sogar Regierung mischt sich ein

KLM-Manager haben zudem einen Unterstützungsbrief für Elbers an die Führung in Paris geschickt. Selbst die niederländische Regierung setzt sich nun für den Airline-Chef ein. Finanzminister Wopke Hoekstra sprach am Montag (11. Februar) mit seinem französischen Kollegen Bruno le Maire über die Fluggesellschaft. Es sei ein «konstruktives Treffen», gewesen, hieß es danach nur. Elbers' Vertrag läuft Ende April aus.

Mehr zum Thema

Air France Hop: So sollen die Flieger künftig aussehen.

Air France versteckt die Marke Hop

Airbus A320 von Joon in Berlin-Tegel Der Spuk hat ein Ende.

Air France stampft Joon wieder ein

Kabine eines KLM-Cityhopper-Jets: In die Embraer 190 sollen mehr Sitze.

KLM Cityhopper setzt mehr Passagiere in ihre Jets

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier