Sollte der dritte Verkaufsversuch scheitern, muss wieder die Regierung einspringen.

JAT schwer vermittelbar?

Die serbische Regierung startete einen dritten Versuch, die nationale Airline zu verkaufen. Doch auch der scheint zu scheitern.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Anfang August gab Serbien bekannt, seine Anteile an JAT Airways zu verkaufen. Mit einem starken strategischen Partner will man eine neue Fluggesellschaft zu formen, welche die marode Airline ersetzt. JAT schreibt seit den Neunzigerjahren Verluste. Begonnen hat das während des Bürgerkrieges, in dessen Verlauf ein Großteil der Flieger am Boden bleiben musste. Weil die Einnahmen nicht flossen, unterbleiben auch Investitionen. Um die Flotte zu erneuern, lieh sich die Fluggesellschaft von der Regierung darum erst kürzlich 100 Millionen Euro - wohl auch, um für einen potenziellen Käufer interessanter zu werden.

Die Beratungsgesellschaft Deloitte hilft JAT bei den Verkaufsplänen. Sie soll dafür sorgen, dass dieser Privatisierungsversuch nicht scheitert. Zweimal ist das in den letzten zwei Jahren passiert. Beim ersten Mal fand sich kein einziger Käufer für die strauchelnde Airline. Dann scheiterten im vergangenen Jahr weit fortgeschrittene Verhandlungen mit Turkish Airlines. Doch auch jetzt scheint nicht alles reibungslos zu verlaufen. Das serbische Infrastrukturministerium gab nun bekannt, dass man die Frist für Kaufgebote um einen Monat bis zum 31. Oktober verlängert. Laut der Regierung hatten potenzielle Käufer um etwas mehr Zeit gebeten, um an ihren Geboten zu feilen.

Im Zweifel übernimmt die Regierung

Der neue Investor muss im vergangenen Jahr mehr als 1,5 Millionen Passagiere befördert haben. Auch Finanzinstitute, die mehr als fünf Prozent Anteil im Luftfahrtgeschäft haben, sind willkommen. Außerdem wünscht sich die Regierung einen Retter mit einer konsolidierten Bilanzsumme über 200 Millionen Euro. Angeblich hätten schon mehrere internationale Fluglinien Interesse an JAT angemeldet, heißt es in einer Mitteilung der Regierung.

Doch wie das Wirtschaftsportal Balkans.com berichtet, spekulieren dennoch viele Medien auf ein erneutes Scheitern des Privatisierungsanlaufs. Denn: Schon beim letzten Versuch 2008 habe man sich ähnlich verhalten und unter der Angabe der gleichen Gründe die Frist verlängert - nur, um am Ende bekannt zu geben, dass man niemand gefunden habe. Sollte auch der dritte Versuch scheitern, plant die Regierung eine Generalüberholung der Airline unter staatlicher Obhut. Flotte, Struktur, Service sollen unter die Lupe genommen werden, wie Wirtschaftsminister Nebojsa Ciric erklärte.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Aerolineas Argentinas in Ushuaia: Die Airline gehört künftig den Angestellten.

Argentiniens Präsident übergibt Aerolineas und Austral an Angestellte

Wie Lufthansa privatisiert wurde

Wie Lufthansa privatisiert wurde

Airbus A350 von Malaysia Airlines: Wer greift am Ende zu?

Kein attraktives Angebot für Malaysia Airlines

Flughafen: Soll unter staatlicher Kontrolle bleiben, wenn es nach der Iata geht.

Airlines wettern gegen Privatisierung von Flughäfen

Video

Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies