Flugbegleiterin von Condor und Passagier: Weiterhin Zubringerflüge mit Lufthansa?

Marktmacht-Missbrauch durch LufthansaKartellamt schlägt sich auf die Seite von Condor

Die deutschen Wettbewerbshüter kritisieren, dass Lufthansa den Zubringervertrag mit Condor auslaufen lässt. Sie sehen einen Missbrauch von Marktmacht.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ende 2020 kündigte Lufthansa an, den Vertrag über Zubringerflüge mit Condor Ende Mai 2021 auslaufen zu lassen. Der kleinere Ferienflieger reichte dagegen Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann erwiderte: «Aus unserer Sicht hat diese Beschwerde keine Berechtigung.» Condor könne alternativ eigene Zubringerflüge organisieren oder die Bahn als Zubringer zum Flughafen Frankfurt nutzen.

In ihrer Publikation Politikbrief widmete Lufthansa der Kündigung der Condor-Kooperation im Februar sogar ganze zwei Seiten. Die Überschrift: «Eigene Arbeitsplätze sichern.» Doch nun stellt sich das Bundeskartellamt auf die Seite von Condor. «Wir sind nach vorläufiger Prüfung der Auffassung, dass die Kündigung einen Missbrauch von Marktmacht darstellt», sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Dienstag (30. März) der Nachrichtenagentur DPA und bezog sich dabei auf das Segment der touristischen Langstrecke.

EU-Kommissarin beschwerte sich

«Es wäre natürlich zu begrüßen, wenn die Lufthansa den Vertrag mit der Condor nun doch weiter laufen lassen würde, wie dies einigen Presseberichten der vergangenen Tage zu entnehmen war», so Mundt weiter. Damit bezog er sich unter anderem auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom vergangenen Freitag. Darin sagte ein Lufthansa-Sprecher: «Wir ziehen in Erwägung, den Vertrag mit Condor vorerst weiter laufen zu lassen.» Es sei Lufthansa nicht bewusst gewesen, dass es so schlecht um Condor stehe.

Zuvor hatte sich laut einem Bericht des Magazins Spiegel EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bei der deutschen Bundesregierung beschwert über das Vorgehen von Lufthansa gegenüber Condor. Zu den neuen Aussagen von Kartellamtspräsident Mundt wollte sich Lufthansa zunächst nicht äußern. «Uns liegt aktuell noch keine finale schriftliche Entscheidung des Bundeskartellamtes vor – auch läuft derzeit noch die Frist zur Stellungnahme», erklärte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber der DPA.

Mehr zum Thema

Boeing 767 von Condor: Medizinischer Notfall endete tragisch.

Lufthansa fliegt künftig doch nicht mehr für Condor

Condor will offenbar auch in Brüssel gegen Lufthansa klagen

Condor will offenbar auch in Brüssel gegen Lufthansa klagen

Zubringerflüge: Condor klagt gegen Lufthansa

Zubringerflüge: Condor klagt gegen Lufthansa

lufthansa schnee muenchen

Ohne Busse saßen 600 Menschen in Flugzeugen fest - Airport München spricht von Defiziten bei Kommunikation

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack