Flugbegleiterin von Condor und Passagier: Weiterhin Zubringerflüge mit Lufthansa?

Marktmacht-Missbrauch durch LufthansaKartellamt schlägt sich auf die Seite von Condor

Die deutschen Wettbewerbshüter kritisieren, dass Lufthansa den Zubringervertrag mit Condor auslaufen lässt. Sie sehen einen Missbrauch von Marktmacht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Ende 2020 kündigte Lufthansa an, den Vertrag über Zubringerflüge mit Condor Ende Mai 2021 auslaufen zu lassen. Der kleinere Ferienflieger reichte dagegen Beschwerde beim Bundeskartellamt ein. Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann erwiderte: «Aus unserer Sicht hat diese Beschwerde keine Berechtigung.» Condor könne alternativ eigene Zubringerflüge organisieren oder die Bahn als Zubringer zum Flughafen Frankfurt nutzen.

In ihrer Publikation Politikbrief widmete Lufthansa der Kündigung der Condor-Kooperation im Februar sogar ganze zwei Seiten. Die Überschrift: «Eigene Arbeitsplätze sichern.» Doch nun stellt sich das Bundeskartellamt auf die Seite von Condor. «Wir sind nach vorläufiger Prüfung der Auffassung, dass die Kündigung einen Missbrauch von Marktmacht darstellt», sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Dienstag (30. März) der Nachrichtenagentur DPA und bezog sich dabei auf das Segment der touristischen Langstrecke.

EU-Kommissarin beschwerte sich

«Es wäre natürlich zu begrüßen, wenn die Lufthansa den Vertrag mit der Condor nun doch weiter laufen lassen würde, wie dies einigen Presseberichten der vergangenen Tage zu entnehmen war», so Mundt weiter. Damit bezog er sich unter anderem auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom vergangenen Freitag. Darin sagte ein Lufthansa-Sprecher: «Wir ziehen in Erwägung, den Vertrag mit Condor vorerst weiter laufen zu lassen.» Es sei Lufthansa nicht bewusst gewesen, dass es so schlecht um Condor stehe.

Zuvor hatte sich laut einem Bericht des Magazins Spiegel EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager bei der deutschen Bundesregierung beschwert über das Vorgehen von Lufthansa gegenüber Condor. Zu den neuen Aussagen von Kartellamtspräsident Mundt wollte sich Lufthansa zunächst nicht äußern. «Uns liegt aktuell noch keine finale schriftliche Entscheidung des Bundeskartellamtes vor – auch läuft derzeit noch die Frist zur Stellungnahme», erklärte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber der DPA.

Mehr zum Thema

Boeing 767 von Condor: Medizinischer Notfall endete tragisch.

Lufthansa fliegt künftig doch nicht mehr für Condor

Condor will offenbar auch in Brüssel gegen Lufthansa klagen

Condor will offenbar auch in Brüssel gegen Lufthansa klagen

Zubringerflüge: Condor klagt gegen Lufthansa

Zubringerflüge: Condor klagt gegen Lufthansa

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Video

Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies