Eine DC-6 der Canadian Pacific: Der Absturz von Flug 21 am 8. Juli 1965 ist bis heute ungeklärt.

Absturz von Flug CP21Kanadas größtes ungelöstes Luftfahrträtsel

Eines der schlimmsten Luftfahrtunglücke Kanadas ist bis heute ungelöst: Wer zündete 1965 die Bombe in Flug 21 der Canadian Pacific Airlines und tötete 52 Menschen?

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Die Bombe, vermutlich Schießpulver oder Dynamit, explodierte in der hinteren Toilette von Flug CP21 von Canadian Pacific Airlines. Die Detonation in 15‘000 Fuß Höhe riss das Heck der DC-6 ab. Die Maschine mit 46 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord stürzte am 8. Juli 1965 zu Boden. Sie war auf dem Weg von Vancouver nach Whitehorse in Yukon.

Slim Sherk, ein Buschpilot aus Didsbury, Alberta, war einer der Ersthelfer an der Unglücksstelle nahe 100 Mile House in British Columbia und erzählte Reportern: «Das Wrack stand in Flammen. Die Flügel waren in der Hitze in sich zusammengefallen, aber die Kabine war noch recht intakt mit Ausnahme des Hecks.» Leichen und Wrackteile lagen überall verstreut.

War der Täter an Bord?

Der letzte Kontakt mit der Maschine war ein Hilferuf eines Piloten, vermutlich des Kapitäns John Steele. Er funkte dreimal «Mayday», vermutlich nachdem die Bombe das Heck abgerissen hatte und das Flugzeug nicht mehr flugfähig war. Sekunden später verschwand die Maschine vom Radar.

Der Absturz von Flug CP21 ist einer der schlimmsten in der kanadischen Geschichte und einer der größten Massenmorde. Doch bis heute – mehr als 50 Jahre später – sind Täter und Tatmotiv unbekannt. Die kanadische Polizei fand Spuren von Kaliumnitrat und Kohlenstoff. Sie fokussierte ihre Suche nach dem Täter auf die Menschen an Bord. Dabei machte sie drei Verdächtige aus.

Drei Verdächtige, keine Beweise

Darunter war ein 40-jähriger Arbeitsloser, der nur eine halbe Stunde vor Abflug eine Versicherung über 125‘000 Dollar abgeschlossen hatte. Er hatte angeblich ein Vorstellungsgespräch in Prince George, wo die Maschine zwischenlanden sollte. Allerdings fand die Polizei keine Hinweise auf ein mögliches Jobangebot vor Ort.

Ein weiterer Tatverdächtiger war ein 29-Jähriger, der ebenfalls für einen Job nach Norden flog. Er hatte Zugriff auf Sprengstoff und Schießpulver, wie es im Bergbau genutzt wird. Eine Überprüfung ergab, dass Material fehlte. Zudem war ein 54-jähriger Mann an Bord, der mit Sprengstoff arbeitete und gegen den 1958 wegen Mordes ermittelt worden war.

Trümmer liegen noch immer im Wald

Eine andere Theorie besagt, dass ein verärgerter ehemaliger Mitarbeiter der Fluggesellschaft hinter dem Anschlag auf Flug CP21 steckte, der ein Jahr nach dem Unglück Selbstmord beging. Allerdings fehlen für jede der Theorien die Beweise. Mehr als 50 Jahre später ist es unwahrscheinlich, dass sich noch neue Indizien finden lassen. Heute ist der Absturz eine Fußnote in der kanadischen Kriminalgeschichte. Eine Steintafel mit den Namen der Opfer erinnert heute am Unglücksort an die Verstorbenen. Und die Wrackteile liegen noch immer verstreut im Wald in der Gegend.

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