Boeing 737 von Westjet: Die großen Airlines warten auf Hilfe.

Kanada«Keinen Penny der Steuerzahler für Fluggesellschaften»

Die kanadischen Fluggesellschaften sind schwer von der Pandemie gezeichnet. Die Regierung will Air Canada, Westjet und Co. erst helfen, wenn sie drei Bedingungen erfüllen.

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Der neue kanadische Transportministers Omar Alghabra fährt eine harte Linie. «Bevor wir auch nur einen Penny der Steuerzahler für die Fluggesellschaften ausgeben, werden wir sicherstellen, dass die Kanadier ihre Rückerstattungen erhalten», ließ er kürzlich über einen Sprecher ausrichten. Zugleich müssten die Regionen ihre Flugverbindungen zum Rest des Landes behalten und die nationalen Fluggesellschaften weiter bei der nationalen Luftfahrtindustrie kaufen.

Diese Stellungnahme brachte Alghabra und der kanadischen Regierung viel negative Kritik ein. Denn während europäische, arabische und amerikanische Fluggesellschaften dank staatlicher Hilfen und Überbrückungskredite weiterfliegen, werden die großen kanadischen Airlines mit ihren durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Problemen abgesehen von der Hilfe über das Kurzarbeitergeld  alleine gelassen. Nur kleine Fluglinien und Flughäfen bekamen bisher auch direkt Geld.

Tausenden Jobs verloren

Immerhin soll nun ihnen auch geholfen werden. «Die Aufrechterhaltung eines dynamischen, wettbewerbsfähigen kanadischen Luftfahrtsektors und kanadischer Fluggesellschaften ist eine Priorität», so ein Regierungssprecher. Aber Ottawa will das erst tun, wenn die Punkte Rückerstattungen, Regionalverbindungen und Einkaufspolitik gelöst sind.

Nach Ausbruch der Corona-Krise musste Air Canada harte Sparmaßnahmen einleiten. Dazu gehört der Abbau von rund 20.000 Stellen. Zudem wurden diverse Strecken in abgelegenere kanadische Gebiete gestrichen. Auch Mitbewerber Westjet wurde hart von der Pandemie getroffen und musste seit Beginn der Krise rund 1000 Jobs streichen. Air Transat ist so stark angeschlagen, dass sie einen vom Staat garantierten Kredit brauchte, um zu überleben.

Neue Restriktionen helfen nicht

Und die Lage wird nicht besser. Vergangene Woche hat die kanadische Regierung strengere Einreisebestimmungen erlassen, wie die Vorlage eines negativen PCR-Tests sowie die Pflicht zur Quarantäne. Fluggesellschaften wie Air Transat, Westjet, Air Canada oder Sunwing sahen sich deshalb dazu genötigt, ihre beliebten Karibik- und Mexiko-Flüge bis 30. April auszusetzen.

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