Boeing 737 von Westjet: Die großen Airlines warten auf Hilfe.

Kanada«Keinen Penny der Steuerzahler für Fluggesellschaften»

Die kanadischen Fluggesellschaften sind schwer von der Pandemie gezeichnet. Die Regierung will Air Canada, Westjet und Co. erst helfen, wenn sie drei Bedingungen erfüllen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Der neue kanadische Transportministers Omar Alghabra fährt eine harte Linie. «Bevor wir auch nur einen Penny der Steuerzahler für die Fluggesellschaften ausgeben, werden wir sicherstellen, dass die Kanadier ihre Rückerstattungen erhalten», ließ er kürzlich über einen Sprecher ausrichten. Zugleich müssten die Regionen ihre Flugverbindungen zum Rest des Landes behalten und die nationalen Fluggesellschaften weiter bei der nationalen Luftfahrtindustrie kaufen.

Diese Stellungnahme brachte Alghabra und der kanadischen Regierung viel negative Kritik ein. Denn während europäische, arabische und amerikanische Fluggesellschaften dank staatlicher Hilfen und Überbrückungskredite weiterfliegen, werden die großen kanadischen Airlines mit ihren durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Problemen abgesehen von der Hilfe über das Kurzarbeitergeld  alleine gelassen. Nur kleine Fluglinien und Flughäfen bekamen bisher auch direkt Geld.

Tausenden Jobs verloren

Immerhin soll nun ihnen auch geholfen werden. «Die Aufrechterhaltung eines dynamischen, wettbewerbsfähigen kanadischen Luftfahrtsektors und kanadischer Fluggesellschaften ist eine Priorität», so ein Regierungssprecher. Aber Ottawa will das erst tun, wenn die Punkte Rückerstattungen, Regionalverbindungen und Einkaufspolitik gelöst sind.

Nach Ausbruch der Corona-Krise musste Air Canada harte Sparmaßnahmen einleiten. Dazu gehört der Abbau von rund 20.000 Stellen. Zudem wurden diverse Strecken in abgelegenere kanadische Gebiete gestrichen. Auch Mitbewerber Westjet wurde hart von der Pandemie getroffen und musste seit Beginn der Krise rund 1000 Jobs streichen. Air Transat ist so stark angeschlagen, dass sie einen vom Staat garantierten Kredit brauchte, um zu überleben.

Neue Restriktionen helfen nicht

Und die Lage wird nicht besser. Vergangene Woche hat die kanadische Regierung strengere Einreisebestimmungen erlassen, wie die Vorlage eines negativen PCR-Tests sowie die Pflicht zur Quarantäne. Fluggesellschaften wie Air Transat, Westjet, Air Canada oder Sunwing sahen sich deshalb dazu genötigt, ihre beliebten Karibik- und Mexiko-Flüge bis 30. April auszusetzen.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Canada: Die Fluggesellschaft übernimmt weniger Jets als geplant.

Air Canada bestellt Airbus A220 und Boeing 737 Max ab

Flugzeug von Air Canadas Tochter Jazz: 30 Regionalrouten werden eingestellt.

Abgelegene Kommunen besorgt wegen Abbau Air Canadas

Air Transat fliegt im Sommer zwei mal wöchentlich nach Basel - aber nur im Sommer.

Québec wünscht regionalen Käufer für Air Transat

Anflug: Heute landen wir auf einem Inselflughafen.

Wie gut kennen Sie sich mit Inselflughäfen aus?

Video

michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Boeing 737 von Ariana Afghan Airlines nach dem sie zum Stoppen kam: Keine Verletzten.
Eine Boeing 737 ist in Kabul nach der Landung von der Piste abgekommen. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug erlitt jedoch erhebliche Schäden. Ariana Afghan Airlines erklärt, solche Vorfälle seien keine Seltenheit, und verweist auf das Unglück in New York-LaGuardia.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin